Nesselsucht

Nesselsucht Symptome

Schwellungen auf der Haut, die jucken, oder brennen können.

Die Symptome, bei einer Urtikaria, haben wir schon, eigentlich, aufgelistet. Im allgemeinen sind sie bei jeder Form von Nesselsucht, fast gleich. Es kommen Rötungen der haut auf, Schleim bildet sich dabei und Juckreiz ist immer präsent. Der rötliche Ausschlag der Haut kommt in der Form von sogenannten Quaddeln und das Gewebe der Unterhaut ist geschwollen, bzw. schwillt an (Angioödem).

Der Juckreiz ist hier spezifisch, weil die Betroffenen die Haut weniger kratzen, als viel mehr drücken, oder reiben. Die Quaddeln, die sich bilden, erinnern nahezu, an das Bild einer gereizten Haut, die Brennnesseln berührt hat. Ein unregelmäßiges Muster ist dabei zu sehen, und die Irritationen der Haut sind sehr ausgeprägt.

Der Ausschlag ist rötlich, oder ganz rot. Beim Drücken eines Gefaesses, wird er weiß. Dabei ist er über den Regionen der Haut, bemerkbar, begrenzt. Nach etwa einem ganzen Tag (ungefähr 24 Stunden), vergehen die Quaddeln. Die Symptome dauern meist nicht sehr lange, aber sie können auch mehrere Wochen, oder Monate, ein paar Mal am Tag, auftreten.

In ganz extremen Fallen kann so etwas einige Jahre dauern, oder gar Jahrzehnte. Die genanten Quaddeln können sich, auf der Haut, ausbreiten, oder eingeschränkt auftreten. Die Stärke des Juckreizes ist ein sehr wichtiger Anhaltspunkt für den Arzt, damit er die Intensität des Ausschlags genau diagnostizieren kann. Andere wichtige Faktoren, für die Beurteilung, sind die Fläche der betroffenen Hautregionen und deren Anzahl.

Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Dermatitis
Analfissuren oder Analfisteln
Anämie
Hämorrhoiden / Analfissuren
Hämorrhoiden

Was ist Nesselsucht

Eine Art des Hautausschlags, der meist holprig, oder angehoben (angeschwollen) ist. Nesselsucht ist eine Erkrankung, die, wie der Name schon sagt, mit akutem Juckreiz verbunden, wobei die Erscheinungen ähnlich, wie nach einem Berühren von Brennnesseln, sind.

Es ist eine Hauterkrankung, die zu den häufigsten, überhaupt, gehört. Sie gehört zu den allergischen Reaktion, bzw. Krankheiten, weswegen es auch schwer ist, die Ursache zu finden. Die Krankheit nennt sich auch Urtikaria. Die Ursachenfindung ist, wie gesagt, schwer, oft sind es Faktoren wie Kälte, eine Unverträglichkeit von Nahrung, oder, eventuell, durch Situationen von Druck. Es ist keine ansteckende Krankheit, aber manche Menschen fühlen sich unwohl beim Bemerken der Erkrankung, weil sie den Ausschlag sehen können. Daher denken sie dass es ansteckend sein könnte.

Die sogenannte Urtikaria ist sehr oft eine große Belastung für die betroffene Person. Der Termin "urtica" ist lateinischer Abstammung und daher leitet sich der Name, und es bedeutet, oder ist in etwa, das Equivalent, von Brennnesseln. Dies ist sehr zu vergleichen, weil sich, auch hier, eine Rötung der Haut bildet, der Juckreiz ist sehr stark und es kommen sogenannte Quaddeln auf. Bei etwa 50% der Betroffenen kommen Schwellungen auf, und zwar unter der Hautoberfläche, die sehr groß sein können, und das Gewebe unter der Haut betreffen.

Es kann auch zu Schleimbildungen kommen, die die Haut betreffen. Diese Bereiche des Schleims nennen sich Angioödeme. Die Urtikaria ist eine komplexe Erkrankung der Haut, weil es schwer ist die Ursache zu finden und die Haut überempfindlich reagiert, aber oft weiß man nicht wieso. Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Erreger, bzw. dessen Zellen (Mastzellen) schütten einen speziellen Stoff aus, was, sozusagen, die Initialzündung für die Entzündung der Haut ist. Dabei wird besonders das sogenannte Botenstoff Histamin ausgeschüttet, was eine allergische Reaktion ist. Auslöser der Erkrankung, bzw. Allergie können verschieden sein, wie zum Beispiel:: diverse Arzneien (zum Beispiel Antibiotika), Lebensmittel, Wetterkapriolen (wie Wärme,Hitze, oder Wind), oder auch akute und chronische Infektionen. Die akute dauert meist nicht länger als anderthalb Monate und bei dieser Form ist die Haut schon nach max einem Tag wieder normal.

Dazu verschwinden die Symptome, wie Juckreiz, Rötung, oder die Schwellung.   Bei der chronischen Nesselsucht die Dauer länger als anderthalb Monate (bzw. sechs Wochen) und die Symptome sind sehr anstrengend. Sie können sogar manchmal das Privatleben und den Beruf beeinflußen, aber eine Behandlung des Juckreizes ist meist sehr effektiv, weil er eigentlich keine großen Probleme auslösen kann.  Eine andere Teilung der Krankheit ist nach dem Auslöser gerichtet. Manchmal kommt zum sehr typischen Juckreiz, in Form von Quaddeln, auch noch Brennen hinzu.

Die Quaddeln formen oft ein Muster, dass zwar nicht gerade ist, aber es die gesunde Oberfläche der Haut, meist angreift. In sehr extremen Fällen, kann auch eine sogenannte Anaphylaxie, wobei der ganze Körper äusserst empfindlich auf die Allergie, reagiert. Wenn diese sehr seltene Form der Erkrankung nicht behandelt wird, kann sie auch tödlich sein.  Wenn wir über die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung in Deutschland sprechen, kann man sagen dass ungefähr jede fünfte, einmal im Leben, daran erkrankt. Zu den erwähnten möglichen Ursachen von Nesselsucht, kann man auch die Wirkung von Licht dazuzählen. Alle potentiellen Auslöser haben eines gemeinsam, und zwar die beschriebene Wirkung des Immunsystems. Zudem werden die Blutgefaesse erweitert, es kommt zum Anschwellen der Haut und die Rötung der selbigen setzt ein, und die Quaddelnbildung, mit dem genanten Jucken, ist präsent.

Die Reaktion der Mastzellen ist bei einer Nesselsucht nicht regulär, man könnte fast schon sagen, fehlerhaft. In normalen Fällen aktivieren sie sich wenn Parasiten, oder Bakterien in den Körper, eindringen. Da erkennen sie dass es sich um Schädlinge handelt und setzen bestimmte Botenstoffe dabei aus. Es gibt auch die sogenannte physikalische Urtikaria, die aus Erregern hervorgerufen wird, die aber nicht die ursprünglichen Auslöser (Erreger) sind.

Dies kann zum Beispiel durch kratzen, reiben, oder scheuern, entstehen. Diese Form von Nesselsucht kann aber auch durch Druck, Kälte, Vibrationen, oder Wärme entstehen. Noch ein Faktor kann das UV-Licht, oder Licht im generellen, sein. Andere Ursachen können Flüssigkeiten sein, oder wenn sie die Temperatur des Körpers erhöht (zum Beispiel durch sehr scharfe Gewürze, oder eine heißes Bad). Darüberhinaus, kann die betroffene Person allergisch auf gewiße Stoffe, oder Substanzen reagieren, oder, die Erkrankung, kann durch eine körperliche Überanstrengung hervorgerufen werden. Auch eine spontane Nesselsucht kann vorkommen.

Diese wird nicht bewusst provoziert, wobei Symptome aufkommen, ohne dass es irgendwelche Auslöser diese hervorgerufen haben. Es kann aber auch sein dass die Erreger nicht sichtlich sind, dass man sie nicht erkennen kann. Die Ursachen bleiben oft eine Unbekannte, wobei die Form der Urtikaria,sie, sozusagen, steuert. Dabei kann man die Erkrankung sehr oft mit anderen Krankheiten, oder Beschwerden, in Verbindung bringen. 

Dazu zählen, unter anderen: Erkrankungen, ausgelöst durch Viren (wie zum Beispiel Hepatitis); Magen-Darm-Krankheiten, oder generell innere Erkrankungen; Stress; Infektionen, die durch Parasiten ausgelöst wurden (wie beispielsweise Wurmerkrankungen); Arzneimittel (wie Insulin, Aspirin, oder Antibiotika); Unverträglichkeiten von diversen Nahrungsmitteln; Infekte des Halses, der Nase, oder den Ohren (HNO-Bereich); Allergene (zum Beispiel Latex); oder, auch, autoimmune Krankheiten (wie zum Beispiel die Hauterkrankung Lupus). Bei der Erstellung der Diagnose ist es für den Arzt wichtig: a) die betroffene Person gründlich zu befragen, und b) die Symptome gut zu behandeln. Beim ersten Schritt will der Arzt wissen wie lange die Krankheit schon besteht; wann der Ausschlag gekommen ist und/oder wie groß er ist; ob die Krankheit das erste Mal aufgekommen ist;und ob und wie sie die täglichen Abläufe stört.

Danach ist es sehr wichtig zu wissen ob noch andere Krankheiten vorhanden sind; wann die Nesselsucht meistens aufkommt; ob der Patient irgendwelche Nahrungsmittel oder Arzneien nicht verträgt, ob die betroffene Person raucht, oder Alkohol konsumiert, und er kann auch fragen ob die Urtikaria bei Reisen, oder in anderen Ländern auftritt. Die Fragenstellung kann, oder sollte sehr detailliert sein, damit eine genaue Diagnose erstellt werden kann. Infektionen, die manchmal auftreten, oder erst kürzlich aufgetreten sind, können eine große Rolle, bei der Diagnostizierung, spielen.

Oft empfehlen Spezialisten auch ein Tagebuch zu fuhren, um so genau zu erkennen wann die Erkrankung meistens auftritt, und um die Symptome spezifisch aufzuschreiben. Besonders wenn es sich um eine chronische Nesselsucht handelt, sind Laboruntersuchungen von großer Wichtigkeit. Dazu zählen das Abnehmen von Blut und Urin- und Stuhlproben.

Diese werden dann genau im Labor untersucht. Wenn eine physikalische Ursache der Auslöser ist, oder zumindest der Verdacht besteht, wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Dabei macht der Arzt einen sogenannten Provokationstest, wobei eine spezifische Stelle am Körper gereizt wird. Diese wird mit dem vermutetem Auslöser gereizt, weshalb man den Test auch Provokationstest nennt. Dabei wird diagnostiziert ob, und wie, dieser Bereich, auf, zum Beispiel,Kälte, Hitze, oder, eine körperliche Anstrengung reagiert.               

Nesselsucht Behandlung

Die Behandlung kann man in drei Eckpfeilern auslegen.

Der erste ist das Vorbeugen, wobei man die möglichen Auslöser meiden soll. Diese können Nahrung, oder potentielle Quellen von Infektionen sein. Sogenannte Antihistaminika blockieren die Histamine, was ihr Name schon sagt. Dabei kann die Hervorrufung von Nesselsucht gestoppt, oder zumindest reduziert werden. Der dritte Eckpfeiler sind Wirkstoffe (Arzneimittel), die eine Entzündung hemmen.

Diese können, zum Beispiel, sogenannte Glukokortikoide, oder Immunsuppressiva, sein. Bei  der zweiten Gruppe ist das Mittel Ciclosporin gut für die Therapie. Sie schränken die Produktion von Histamin ein und hemmen die Immunzellen, die einen großen Anteil, an einer Auslösung von Nesselsucht, haben.

So wird die Entzündung, sozusagen, im Keim erstickt. Bei einer akuten Form der Erkrankung dauert es oft nur wenige Tage bis die Symptome von alleine weggehen. Dies passiert auch ohne eine Behandlung, was sehr wichtig ist, weshalb, auch, diese Form nur bedingt behandelt wird. Das heißt dass wenn Symptome aufkommen, diese spezifisch therapiert werden. Beim Juckreiz und dem Auftreten von Quaddeln sind das die genanten Antihistaminika. Diese Arzneien unterdrücken die Symptome, weshalb sie auch Antiallergika genant werden.

Wenn, allerdings, Komplikationen auftreten und Beschwerden wie ein erschwertes Schlucken, Atemnot, oder Angioödeme (Schwellungen der Unterhaut) auftreten, verschreibt der Arzt meist Kortison. Was sehr wichtig, bei all diesen Informationen ist, ist dass die Therapie sehr lange dauern kann und der Patient viel Geduld aufbringen muss. Dies gilt besonders für die chronische Nesselsucht.                 Neben der Therapie ist das Vorbeugen sehr wichtig, was hier speziell gilt. Eine direkte Vorbeugung (Prävention) ist nicht möglich.

Aber, wenn die Erkrankung schon früher aufgekommen ist, kann man, zumindest, den auslösenden Reizen, aus dem Weg gehen. So können Betroffene sich selbst helfen, indem sie gewiße Nahrung weglassen, oder diverse Arzneimittel, mit anderen kompensieren, wenn diese verdächtigt sind, oder sicher eine Nesselsucht, auslösen können.