Darmkrebs

Darmkrebs Symptome

Blut im Stuhl, eine Veränderung der Gewohnheiten, mit dem Stuhlgang verbunden sind. Die Symptome können beim Kolonkarzinom und beim Rektumkarzinom verschieden auftreten. Gerade in einem frühen Stadium sind die Symptome oft schwer zu erkennen. Dabei kann es passieren dass die Betroffenen sie erst spät bemerken, was sogar nach ein paar Jahren der Fall sein kann. Die Symptome beim Darmkrebs sind: blutiger Stuhl; Krämpfe des Darms, die mindestens eine Woche dauern; Wechsel von Durchfällen und Verstopfung; ein übelriechender Stuhlgang; häufiger Stuhlgang; der Stuhlgang ist verändert; ein sehr dünner Stuhlgang; Bauchschmerzen; der Stuhlabgang ist ungewohnt; Schleim bei Blähungen; die Darmgeräusche-Blähungen sind stark; eine unerklärliche Abnahme von Gewicht; Appetitlosigkeit,Antrieblosigkeit, Müdigkeit; die Verhärtungen im Bauchraum sind zu ertasten; vergrößerte Lymphknoten.                                                                                                                                                                                                    
Wenn diese und ähnliche Symptome aufkommen, sollte man einen Arzt aufsuchen, um sicher zu gehen. Auch, wenn die Symptome noch so harmlos erscheinen, ist ein Besuch zu raten, damit man sicher sein kann. Dabei sind Auflagerungen von Blut ein alarmierendes Zeichen, dass nichts heißen muss, oder erste Anzeichen eines Darmkrebs, aufzeigt.  



Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Darmtumoren oder Polypen
Fissuren oder Polypen (Ursachen bei Kindern)
Ulkus (Magengeschwür)
Bauchfellenentzündung
Bleivergiftung

Was ist Darmkrebs

Ein abnormales Wachstum der Zellen, es kann gutartig beginnen. Ein Darmkrebs entwickelt sich meist über mehrere Jahre und er kann im Dünndarm, Dickdarm, oder im Analbereich, entstehen. Oft ist, aber, die Rede vom Krebs des Dickdarms, das sogenannte kolorektale Karzinom. Beim Duenndarm und im Analbereich sind die Tumoren viel seltener und werden auch, auf eine andere Weise, behandelt.  

Bösartige (maligne) Tumoren entwickeln sich oft aus Schleimhaut des Darms, bzw. aus deren Zellen. Beim Karzinom des Dickdarms gibt es zwei Varianten der Erkrankung; und zwar den Kolonkarzinom und Rektumkarzinom. Beim zweiten kommt der Tumor im Mastdarm (Rektum) auf, was der letzte Abschnitt des Darms ist.                                             



 Beim Kolonkarzinom werden höhere Abschnitte des Darms betroffen. Die beiden Formen des Karzinoms des Dickdarms nennen Mediziner kolorektales Karzinom, im generellen.  
Bei manchen bösartigen Formen kann sogar der ganze Darm befallen sein, wobei hier eine erbliche Anlage, der Grund der Erkrankung ist. Dünndarmkrebs und ein Krebs im Analbereich sind selten der Fall. Bei der extremen Form kommen der Dünn- und Dickdarmkrebs gleichzeitig auf.  

Die Häufigkeit der Krankheit ist zwar zurückgestuft worden (besonders in den letzten zehn Jahren) aber, dennoch, ist sie eine Art des Krebses, die oft auftritt. Genauer gesagt, ist es die zweithäufigste Karzinomerkrankung, wenn man beide Geschlechter zählt. Bei Frauen ist die häufigste Form der Brustkrebs und bei Männer, Prostatakrebs. So sind noch im Jahre 2010. mehr als 30000 Männer, und etwas weniger als 30000 Frauen, daran erkrankt. Die Häufigkeit der Krankheit ist in letzten zehn Jahren gesunken.  


Verbesserte Methoden, der frühen Erkennung der Krankheit, haben dabei einen Einfluss, was auch die Sterblichkeitsraten und Neuerkrankungen, vermindert hat. Mit den Jahren steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, wobei ein Darmkrebs unter vierzig sehr selten aufkommt. Bei Männern ist der Altersdurchschnitt 71, und bei Frauen ist er bei 75 Jahren. Ungefähr neun von zehn Betroffen sind 55 Jahre alt.  

Die Ursachen eines Karzinom des Dickdarms sind verschieden und konnten, bis heute, noch nicht gut, untersucht werden. Wenn Zellen unkontrolliert wachsen, kann es zum kolorektales Karzinom kommen. Es gibt Faktoren und diverse Risiken, die die Krankheit wahrscheinlicher machen können. Zum Beispiel kann in manchen Familien der Darmkrebs oft aufkommen, was eine genetische Grundlage (Ursache) ist, oder sein kann.  

Oft kommt die Krankheit durch Darmpolypen, welche eine gutartige Wölbung in der Schleimhaut des Darms. Wenn sie unkontrolliert werden, sich entarten, kommt es zum Darmkrebs, weil Krebszellen gebildet wurden. Auch hier spielt die genetische Komponente eine wichtige Rolle, weil relativ oft Polypen des Darms, familiär sind, oder sich, in der nahen Verwandtschaft, ausbreiten können.    


Des weiteren können die Faktoren folgende sein: Mangel an Bewegung; Rauchen; Übergewicht; inadäquate Ernaehrung (viel Fette und rotes Fleisch, wenig Ballaststoffe), chronische Erkrankungen des Darms (wie Morbus Crohn, oder Colitis ulcerosa); genetische Bedingungen; oder das Konsumieren von Alkohol. Zu den genetischen bedingten Krankheiten zählen: das sogenannte HNPCC, die sogenannte familiäre adenomatose Polyposis, der sogenannte Peutz-Jegher-Syndrom, oder, auch durch das sogenannte Gardner-Syndrom. Des weiteren sind Darmkrebse in der Familie ein Risikofaktor, speziell wenn die betroffene Person, am Beginn der Krankheit unter fünfzig ist/war. Auch wenn andere Krebsarten beim Betroffen, oder bei Verwandten, gefunden wurden, ist das Risiko grösser (Brustkrebs, beispielsweise). 

Die genannten chronisch-entzündlichen Krankheiten (Colitis ulcerosa, oder Morbus Crohn) erhöhen das Risiko, besonders wenn sie schon im Jugend- oder Kindesalter aufgekommen sind. Zudem ist das Risiko höher wenn sie lange andauern und einen größeren Teil, oder mehrere Abschnitte, befallen sind.                                                          

Verschiedene Methoden der Untersuchung können, eine Diagnose der Krankheit, stellen. Zunächst ist eine Probe des Stuhls sehr wichtig, damit der Arzt sehen kann, ob es Blut im Stuhl gibt. Wenn dies der Fall ist, können kleine Blutteilchen oft, mit dem bloßen Auge, nicht gesehen werden. Dabei wird in drei Tagen, hintereinander, der Darm entleert, und kleine Stuhlproben werden dem behandelndem Arzt gebracht. Dann kann er diese Proben, auf einem sogenanntem Testfeld, untersuchen und dabei ist das sogenannte okkulte Blut, zu sehen (okkult heißt verborgen). Diese Untersuchung ist nicht immer ein sicherer Befund, weil auch beim blutigem Stuhl, kein Darmkrebs dahinter stecken muss. Und, andersherum, auch wenn kein Blut diagnostiziert wurde, kann auch ein Darmkrebs präsent sein. Deswegen sollten noch weitere Untersuchungen folgen. 


Die sogenannte Tastuntersuchung kann, ebenfalls, durchgeführt werden. Beim Abtasten (der Palpation) des Enddarms, kann der Darmkrebs gefühlt werden. Diese Untersuchung ist schmerzlos und es entsteht kein Risiko. Eine Rektoskopie (Spiegelung des Enddarms) kann auch gemacht werden, um tiefere Bereiche zu untersuchen.  
Eine Darmspiegelung ist eine altbewerte Methode, die den Befund Darmkrebs geben kann. Der Arzt kann Proben des Gewebes entnehmen, dass suspekt erscheint, was man Biopsie nennt. Die entnommenen Proben werden dann mikroskopisch untersucht.                                                                                                                                                         
Auch eine moderne Methode, die sogenannte virtuelle Koloskopie, kann gemacht werden. Bei ihr wird im Darm kein Endoskop eingeführt, was ein gewichtiger Vorteil ist. Auch hier ist eine komplette Entleerung des Darms (mit Abführmitteln) von Nöten. Die Darmabschnitte kann man so, auf dem CT, oder MRT sehen.  

Die konservative Untersuchung, per Darmspiegelung ist oft wirksamer, weil diverse Polypen und Veraenderungen der Schleimhaut, bei der virtuellen Koloskopie, nicht immer gesehen werden können. Des weiteren können, mit der konservativen Form, die Polypen direkt entfernt werden und auch das Entnehmen von Gewebeproben ist möglich. Es ist die sicherste Methode, weil der Krebs genau zu diagnostizieren ist und fast alle Ärzte raten zu einer Darmspiegelung, besonders wenn der Verdacht Darmkrebs ist.  


Auch einzelne Untersuchungen des Darms sind möglich, so auch die Sigmauntersuchung, wobei das sogenannte Sigma untersucht wird. Das Sigma liegt direkt vor dem Mastdarm. Es kann auch eine Rektoskopie durchgeführt werden, um eine Lokalisierung des Karzinoms zu gewährleisten. Dabei kommt es zu einer Spiegelung des Mastdarms. Ebenfalls, kann eine Röntgenuntersuchung den Aufschluss, und zwar mit speziellem Kontrastmittel. Diese Untersuchung wird gemacht, wenn eine Darmspiegelung nicht gemacht werden kann (zum Beispiel bei Verwachsungen im Bauchraum).  

Um eine Ausbreitung der Krankheit zu sehen, wird oft eine Untersuchung per Ultraschall und ein MRT des Beckens gemacht. Dazu wird noch ein CT und Ultraschall des Bauchs gemacht. Auch der Brustkorb kann beleuchtet werden, wobei das Blutbild und das sogenannte CEA-Wert im Blut, gesehen werden. Diese sogenannten Tumormarker sind, für die weiteren Diagnoseverlauf, sehr hilfreich. Durch das sogenannte TNM-System, kann der Arzt beurteilen in welchem Stadium der Krebs ist. Die Buchstaben stehen für Tumoren, Nodes-Lymphknoten und Metastasen (Ausbreitungen; Tochtergeschwülste). Wenn keine der jeweiligen Probleme aufkommen, wird, dem jeweiligem Buchstaben, eine Zahl zugeführt. Wenn also, beispielsweise, die Tumoren nicht ausgedehnt sind, ist die Bezeichnung T0, wenn doch wird es T1,T2, T3, usw., gekennzeichnet. Eine weitere Rangierungsmethode ist das sogenannte UICC, das eine andere Stufung, oder Beurteilung der Krankheit hat, die wir hier nicht groß vertiefen werden.                        

                                                

                   

             

 

Darmkrebs Behandlung

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Krankheit und kann, bei einer frühen Phase der Erkrankung sehr gut sein. Dabei wird oft eine Operation durchgeführt, um den Tumor zu entfernen. Die Operation ist die wichtigste Maßnahme der Behandlung und kann bei einem Dünndarmkrebs, als auch bei einem Dickdarmkrebs, angewandt werden.        Auch andere Methoden der Behandlung können wirksam sein, wie: die Chemotherapie, die Strahlentherapie, physikalische Therapien (Kälte, oder Lasertherapie), oder die Immuntherapie, können ein gutes Verfahren der Behandlung sein.  
 
Bei der Operation wird der Tumor, bzw. das betroffene Gewebe, komplett entfernt. Es kann auch passieren dass der halbe Dickdarm entfernt werden muss. Die Bauchhöhle wird dabei gründlich untersucht, damit der Arzt sicher gehen kann, ob irgendwelche Metastasen aufgekommen sind. Deshalb ist die Operation meist sehr effektiv, damit die Metastasen im Bauchraum, der Lunge, oder der Leber, entdeckt und entfernt werden können. Eine Operation ist oft auch nötig wenn die Darmpassage (der Darmweg) verengt worden ist.       So, kann beim Entfernen des Tumors, und wenn er noch dazu, nicht gestreut hat, eine Heilung möglich sein. Nach der Operation werden die Enden miteinander verbunden, und es wird auch oft ein künstlicher Ausgang des Darms errichtet, das sogenannte Stoma. Dies gilt für den Krebs des Dickdarms, wobei Mediziner so einen Eingriff Anastomose nennen. Beim Krebs des Dünndarms wird auch ein künstlicher Darmausgang hineingeführt, wobei es sehr wichtig die Funktion des Schließmuskels zu erhalten. Wenn dies nicht möglich ist, wird ein dauerhafter künstlicher Darmausgang gelegt, wenn auch die Chemotherapie keinen Erfolg gibt. Dabei ist eine spezielle Ernaehrung des Patienten höchst erforderlich. Es ist sehr wichtig dass der Betroffene kein Übergewicht hat, weil der Ausgang im Bauchraum "installiert" wird. Eine Operation ist sofort erforderlich wenn es zu einem Darmverschluss kommt, weil die Passage des Darms erschwert, oder unmöglich ist. Eine andere Komplikation ist auch die Blutarmut, die beim starke Bluten des Tumors aufkommen kann, und wobei man schnell handeln muss. Eine schnelle Operation braucht es auch wenn die Darmwand, durch den Tumor, durchbrochen wird und der Inhalt des Darms in den Bauchraum kommt. Dabei droht eine Bauchfellenenentzündung zu entstehen und die Schmerzen sind extrem stark.  

 
Die Chemotherapie ist ein häufiges Mittel bei einem Darmkrebs, wobei oft sogenannte Zytostatika genommen werden. Diese Therapiemaßnahme ist äusserst stark und bringt die bekannten Nebenwirkungen, wie Haarausfall, Durchfall, oder Veraenderungen des Blutbilds, mit sich. Die Zytostatika werden in eine Vene gespritzt und sollen die Krankheit aufhalten, oder zumindest verlangsamen, und die Beschwerden lindern. Dabei gibt es mehrere Mittel, die eingenommen werden können, und mehr, oder weniger wirksam sind.  


Die Strahlentherapie hat zur Aufgabe die Krebszellen zu töten, wobei einzelne Teile des Körpers bestrahlt. Sie kann vor und nach einer Operation gemacht werden, wobei vor der Operation die Strahlen den Tumor verkleinern sollen, damit er besser entfernt werden kann. Nach der Operation soll die Strahlentherapie eine mögliche Wiederkehr des Tumors möglichst verhindern. Diese Therapie ist besonders bei einem rektalen Karzinom effektiv, obwohl sie auch beim Kolonkarzinom eingesetzt werden kann, um Metastasen in den Knochen, zu behandeln. Sie kann auch mit der Chemotherapie kombiniert werden.  
Ein neuer Ansatz ist die sogenannte zielgerichtete Therapie, die besonders beim Streuen des Tumors, heutzutage eingesetzt wird. Sie sind ähnlich mit Antikörpern und werden, wie der Name schon sagt, gezielt gegen besondere Vorkommnisse und Merkmale eines Tumors eingesetzt. Dabei sollen sich keine neuen Blutgefaesse bilden, die den Tumor mit Nahrung versorgen. Ein spezielles Mittel kann dabei das sogenannte Angiogenesehemmer.  Auch eine solche sofistizierte Therapie ist mit Nebenwirkungen besäht.   


Bei einer Behandlung einer solchen bösartigen Krankheit ist eine ausgewogene und speziell "geschnittene" Ernaehrung extrem wichtig. Die Verdauung ist natürlich stark belastet und es kommt zu einem starkem Verlust von Gewicht.  
Die Nachsorge ist auch sehr wichtig, wobei, eine ganze Reihe von Tests und alle genannten Untersuchungen, gemacht werden sollte und die Kontrollen regelmaessig durchgeführt werden sollten. Kurze Zeit nach einer Operation, bzw. auch mehrere Jahre, ist die Kontrolle öfter, im weiteren Verlauf sind die Abstände länger.