Hämorrhoiden

Hämorrhoiden Symptome

Schmerzen, Blutungen, möglicherweise eine glatte Masse, bläuliches Gewebe. Die Symptome sind vom Grad der Beschwerden, bzw. des Leidens, abhängig. Sie kommen nur auf, wenn die Ausstülpungen im Enddarm, anschwellen; anderenfalls sind keine Beschwerden vorhanden.

Beim ersten Grad, beispielsweise, treten sie nicht immer auf. Dies passiert oft, weil die Schleimhaut im Afterkanal, resistent auf Schmerzen sind. Wenn, aber doch Symptome auftreten, können Betroffene meist Blut im Stuhl, das nicht zu dick erscheint, und oft auf Toilettenpapier zu sehen ist. Die Farbe des Bluts ist dabei meist heller und es kann auch zum Juckreiz kommen. Bei dem zweiten Grad können auch Schmerzen aufkommen, weil die Knoten grösser sind, und, das Nichtempfinden von Schmerz, nachlässt. Dabei kann es zu Blutungen im Stuhl kommen, die tropfen, aber die Entleerungen schmerzen nicht. Es kann auch zu Auflagerungen des Stuhls kommen. Ein Naessen, Juckreiz und Brennen im Afterbereich sind sehr häufig und die Haut ist meist rötlich und entzündet. Die Betroffen sprechen über ein Gefühl, als ob ein fremder Körper im Analbereich wäre und die Entleerung ist meist unvollständig, so ist, zumindest, das Allgemeinempfinden.

Es kann auch zu einer sogenannten Inkarzeration kommen, wobei die Knoten verklemmt werden, was durch ein häufiges Auftreten, der Hämorrhoiden, vor dem Analbereich (Afterbereich), ausgelöst wird. Dabei wird Blut aufgestaut, weil die Gefaesse geklemmt sind, und starke Schmerzen sind die Folge.

Weil das Blut aufgestaut wird, fließt es langsamer, durch die Venen, was zu einer Thrombose (Gerinnsel des Bluts) führen kann. Die Venen können sich auch verschließen, und, im schlimmeren Fall, kann auch das Gewebe absterben. Dies kann durch eine langfristige mindere Durchblutung verursacht werden, wobei man mit dem Gewebe, das Gewebe der verklemmten (eingeklemmten) Knoten meint. Beim dritten und vierten Grad sind die Symptome dann: starke Schmerzen; Blutungen;der After juckt;ein Brennen und Stechen, am Bereich des Afters; Schleim kann sich auflagern (absondern), wobei er an der Unterwäsche bleibt; ein sogenanntes Stuhlschmieren (der Abgang des Stuhls, bzw. das Entleeren ist unerwünscht); ein Gefühl eines fremden Körpers im Anal-, bzw. Afterbereich. Hier sind die Knoten klar zu sehen und sie ziehen sich nicht weg, vom Afterkanal, wobei die Schmerzen und Symptome, bei Wärme, verschlimmert werden.   

Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Hämorrhoiden
Dermatitis
Verstopfung
Verstopfung (als Ursache des blutigen Stuhls bei Kindern)
Darmkrebs

Was ist Hämorrhoiden

Geschwollene Blutgefässe im Anus, oder Rektum. Hämorrhoiden sind eine natürliche Struktur des Analkanals und sie sind keine Erkrankung. Jeder hat sie sie, im  Grunde genommen, nur die Ausweitung und Beschwerden, sind sehr verschieden.

Das Wort Hämorrhoiden kommt aus dem griechischem und es wird oft falsch der Begriff Hämoriden, benutzt, egal, ob in der Umgangssprache, oder beim Schreiben. Es kommt, wie gesagt, aus dem griechischem, und bedeutet ungefähr fließendes Blut, oder das Fließen von Blut. Es handelt sich um Erweiterungen, die wie Knoten erscheinen, und sich am Schwellkörper befinden.

Diese Erweiterungen sind oberhalb der Darmausgangs, bzw. oberhalb vom deren Schließmuskeln. Der Schwellkörper wird, mit Venen und Arterien, mit Blut versorgt. Man kann sagen dass die Hämorrhoiden den Darm nach außen abdichten, was in Zusammenwirkung, mit dem inneren und äußeren Schließmuskeln, erfolgt. Damit wird der Ausgang verschlossen gehalten, wobei die Hämorrhoiden eine wichtige Funktion haben, und den Schließmuskeln des After, dabei helfen. Dies ist besonders bei Belastungen des Darmausgangs wichtig, wie beim Niesen, oder Lachen. Dabei bilden, bzw, wölben sich drei Knoten, die an der Einmündung, der Arterien, in den Ausgang des Darms, liegen.

Eigentlich sind die Beschwerden die aufkommen, eigentlich Hämorrhoidalleiden, und nicht, wie es umgangssprachlich ist, dass man die Hämorrhoiden, die jeder hat, als Beschwerden bezeichnet. Diese verursachen Beschwerden, wenn sie sich aufwölben. Es ist eine sehr altes Krankheitsbild, dass schon im antiquem Griechenland, bekannt war. Im achtzehntem Jahrhundert wurde es dann, als solches, im deutschem Raum bekannt. Das Hämorrhoidalleiden leiden, kann, je nach Beschwerden und Häufigkeit der Symptome, in vier Grade gestuft werden. Beim ersten Grad sind die Hämorrhoiden noch nicht vergrößert und von außen nicht zu sehen.

Diese Form heilt sich, eigentlich, selbst und muss nicht behandelt werden. Dabei entstehen auch keine Beschwerden, wie Schmerzen, oder andere. Die Vergrößerung ist nur mit einer sogenannten Proktoskopie (Spiegelung des Enddarms und Analkanals), für den Arzt, zu sehen. Beim zweiten Grad kann man die Wölbungen von außen, meist durch ein Pressen, sehen.

Die Knoten werden grösser und sie können sich nicht, von alleine, zurückbilden. Eine Behandlung ist, daher, nötig. Sie können unangenehm sein, weil sie, beim Stuhlgang, zu der Öffnung des Analkanals geschoben (gepresst) werden, und sich, nach diesem Vorgang, wieder, in den Analkanal, zurückziehen, was von selbst geschieht. Bei dem dritten Grad der Beschwerden, gelangen die Knoten, von alleine, vor die Afteröffnung, wobei Mediziner, von einem Prolaps sprechen, und, dabei, \\\"gehen\\\" die Hämorrhoiden, nicht mehr, von alleine, in den Afterkanal, zurück.

Die Knoten können, dabei, nur mit dem Finger zurück, in den Analkanal, geschoben werden. Beim vierten Grad sind die Hämorrhoiden ständig vor der Analöffnung und lassen sich nicht mehr, in den Kanal, zurückschieben. Mediziner sprechen hier von einem sogenannten fixiertem Prolaps. Nicht nur dass man die Knoten hier immer sieht, hier können die Betroffenen auch die Schleimhaut, aus dem Afterkanal sehen. Diese "kommt" ungefähr ein bis zwei Zentimeter aus dem Afterkanal raus, wobei Mediziner von einem sogenannten Analprolaps sprechen.

Schätzungen zufolge, haben mehr als die Hälfte der Menschen, Probleme mit Hämorrhoiden. Die Zahlen sind genau nachzuweisen, weil viele, mit kleineren Problemen, nicht den Arzt aufsuchen. Die Ursachen können verschieden sein. Zunächst ist ein Entstehen von Problemen auf ein Anschwellen der Gefaesse, am Darmausgang, in den sogenannten Schwellkörpern, der Hämorrhoiden. So etwas passiert oft bei Drucksituationen, wie, zum Beispiel, bei einer Obstipation (längere Verstopfung), oder wenn, bei einer Entleerung des Darms, stark gepresst wird.

Ein weiterer Risikofaktor kann eine genetische Bedingung sein, wobei das Bindegewebe schwach ist, und so die Schließmuskeln schlaff werden. Bei übergewichtigen Menschen ist die Wahrscheinlichkeit ebenfalls grösser, oder auch bei Schwangeren. Des weiteren, kann häufiges Sitzen das Risiko für Beschwerden erhöhen.

Eine Stellung der Diagnose ist für den Arzt nicht sonderlich erschwert, weil, er, anhand der Beschwerden, den Verdacht auf Hämorrhoidalbeschwerden vermuten kann. Aber, die typischen Symptome, wie Blut im Stuhl, oder Schmerzen im Anal-,oder Afterbereich, auch bei anderen Krankheiten, entstehen können. Speziell bei den Rektalblutungen kann es auch ein Karzinom des Dick- oder Mastdarms sein, wobei sehr wichtig ist/wäre, dass er Diagnose ausschliessen kann. Solch ein bösartiger (maligner) Tumor nennt sich ein kolorektales Karzinom.

Damit so etwas bewerkstelligt werden kann, ist eine sogenannte Koloskopie (Spiegelung des Dickdarms) oft eine gute Untersuchung. Um die Diagnose zu erstellen wird eine Palpation (Abtasten des Analbereichs) durchgeführt, zusammen mit einer Körperuntersuchung, oder mehreren. Dabei wird meist eine Spiegelung des Enddarms (Rektoskopie) und eine des Analbereichs, bzw. Analkanals (Proktoskopie), durchgeführt. Zusammengefasst, was für die Menschen wichtig ist, dass Juckreiz, eine blutiger Stuhl, oder Naesse, mögliche Ursachen sein können.              

Hämorrhoiden Behandlung

Die Therapie kann gut verlaufen, wenn es möglich ist, einen leichten und unbeschwerten Stuhlabgang zu bekommen,der wohlgeformt ist und dies, ohne ein Pressen geschieht. Dabei sind die Beschwerden wichtig, nach denen sich die Therapie richtet.

Menschen können sich auch selber helfen, um die Beschwerden zu lindern, oder, besser gesagt, Probleme mit Hämorrhoiden, gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dabei kann man ein paar Hausmittel gebrauchen und sich eine gewiße Verhaltensweise aneignen. Bei einer Verstopfung, oder einem harten Stuhlgang, sollte man auf die Ernaehrung achten (sich ausgewogen ernähren und blähende Speisen vermeiden), sich viel bewegen, und auch ,natürlich, viel trinken (genügend Flüssigkeit zu sich nehmen). Bei Verstopfung helfen sogenannte Weizenkleie zu nehmen und, dazu, viel Flüssigkeit, einzunehmen.

Auf jeden Fall sollte man auf seine Analhygiene achten, wobei Sitzbäder, oder, auch, Umschläge, mit Kamille, sehr wirksam sind. Auf der anderen Seite, bewirken Seifen, oder feuchte Tücher, das genaue Gegenteil, weil sie den Analbereich reizen. Dies macht eine Behandlung schwerer, weil diese Region, zusätzlich, gereizt und infiziert wurde.

Wenn leichte Beschwerden aufkommen, reicht oft eine Salbe, oder das Einnehmen von Zäpfchen. Manche der Produkte haben Kortison in sich, was gut ist, weil sie so besser die Entzündung und die Schmerzen lindern und den Juckreiz stoppen.

Man kann sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Die Anwendung von Zäpfchen und Salben sollte man nicht ,über dem Maß, durchführen, besonders wenn die Beschwerden länger dauern. Dabei ist die Reizung grösser und man sollte sich mit dem Arzt konsultieren. Manche Wirkstoffe haben zu große Nebenwirkungen, weshalb sie vermindert eingenommen werden sollten. Manche wurden auch in Deutschland verboten, wie das Mittel Bufexamac, weil es zu starke Nebenwirkungen ausgelöst hatte und diese fast gleich mit den Beschwerden (Symptomen) waren.

Es stand unter Verdacht schwerere Ekzeme auslösen zu können. Wenn die Beschwerden zu groß werden, sind Salben und/oder sonstige Mittel, nicht mehr tragbar, weshalb andere Arzneimittel helfen können. Eine spezielle Methode ist die sogenannte Sklerosierungstechnik , wobei der Arzt, ein Mittel, in die Gefässe der Hämorrhoiden, spritzt. Dabei wird das Gewebe fester und es schrumpft. Noch eine Methode der Behandlung ist die sogenannte Gummibandligatur (Ligatur heißt abbinden), wobei der behandelnde Arzt die Knoten, mit einem Gummiband, abbindet. Danach  fallen sie, in ein paar Tagen ab, was auch ein Abstossen vom Körper, ermöglicht. Es gibt auch die Behandlung, die sich Infrarotkoagulation , bei der, mit einer Infrarotsonde, die Knoten verödet werden. Die letzte Methode ist die konventionelle, wenn alle Behandlungen ausgeschöpft wurden, muss eine Operation vor.

Diese wird im fortgeschrittenem Stadium gemacht, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Dabei entfernt der Chirurg die Knoten. Generell gilt dass eine relativ schnelle Behandlung die Heilungschancen rapide steigen lässt. Es kann, aber passieren, dass die Knoten, irgendwann wieder auftreten. Bei ersten Anzeichen, mögen sich noch so klein erscheinen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Viele sprechen nicht gern darüber, oder schämen sich über ihre "Erkrankung", was, natürlich, der falsche Ansatz ist, und total unangebracht.       

Wenn wir über die möglichen Komplikationen sprechen, kann es beim vierten Grad der Hämorrhoidalleiden, passieren dass Ekzeme und Geschwüre entstehen. Dies kann passieren weil die Knoten ständig am After liegen und sie, beim häufigen Wischen, zusätzlich entzündet werden. So wird die Haut wund und es können, die sogenannten Analfissuren, entstehen. 

Weil der Stuhl voller Keime und Bakterien ist, können sich Abszesse bilden, weil es eine Anhäufung gibt, und es können Infektionen aufkommen.     Die Abszesse (Eiterherde) müssen dann operativ entfernt werden. Eine weitere Komplikation sind die sogenannten Analfisteln, wobei es sich um konstant entzündete Gänge handelt, die tief sind und sie in den Beckenbereich, den Mastdarm, oder, sogar in die Haut, führen können.

Es können, ebenfalls, Blutungen der Arterien entstehen, wenn, beim Stuhlgang, zu stark gepresst wird, oder durch das regelmäßige Wischen. Dabei werden die Knoten verletzt und es kommen sehr starke Wunden auf. Dabei muss speziell behandelt werden, was besonders für Betroffene, mit einem hohem Blutdruck, gilt.

Ein komplettes Vorbeugen der Erkrankung ist nicht möglich, weil auch genetische Faktoren, zu Grunde liegen können. Aber, es ist absolut möglich eine Ausbreitung gut zu prävenieren und, auch, eine Senkung der möglichen Beschwerden, zu bewerkstelligen. Sich bewusst zu ernähren, dabei viel Obst und Gemüse einnehmen, sich ballaststoffreich zu ernähren und sich regelmaessig zu bewegen, sind zunächst mal gute Voraussetzungen. Dabei kommt es meist zu einer leichten Darmentleerung, wobei man schonend abführen kann, und dass ganz nach dem Bedarf. Dabei sollten keine Probleme aufkommen, und das Entleeren ist nicht schmerzhaft und es wird nicht zu stark gepresst.

So können auch Entzündungen und/oder Rötungen aufkommen, wobei es eine vollständige Entleerung geben kann.