Proctalgia fugax

Proctalgia fugax Symptome

Wiederkehrende, unregelmäßige Schmerzen im Rektum, die mindestens zwanzig Minuten dauern.

Die Schmerzen im Analbereich, ist, so berichten die Betroffenen, nahezu unerträglich. Diese kommen oft anfallartig und können etwas kürzer, oder länger andauern.

Besonders wenn die Schmerzen das erste Mal aufkommen, kommen bei den Leidenden, Angstzustände oft vor, weil sie denken dass eine ernste Gefahr vorliegen könnte.

Viele geraten in eine gewiße Panik, weil sie sich mit solchen Beschwerden früher nicht befassen mussten, und denken dass es sich um einen Notfall handelt. Die meisten Betroffenen sind in den Wechseljahren, oder der sogenannten midlife-crisis, bei Männern. Das heißt, also das der größte Teil der Patienten zwischen vierzig und fünfzig ist. Bei Kindern ist die Erkrankung sehr selten, speziell bei kleineren und denen, die noch nicht in der Pubertät sind. Es sind zwei Typen der Erkrankung vorzuweisen. Die erste kommt von einem Moment auf den anderen, wobei die Schmerzen sich ändern können und, verschiedene Regionen, nacheinander, betreffen. Sie kommen aus dem After, können dann, den Analkanal, Beckenboden und sogar den Abdomen (Unterleib) befallen.

All diese Symptome weisen auf der Taganfall auf, der eine Form der Krankheit ist. Die zweite Form ist der Nachtanfall, wobei die Schmerzen immer gleich bleiben und der ganze After- und Analbereich ist davon betroffen. Dazu kommen oft noch Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, oder Schwindel (gewiße Benommenheit), was sogar zur Ohnmacht,der betroffenen Person führen kann.

Eigentlich dauern die Schmerzen nicht zu lange an, ungefähr von zwanzig bis dreißig Minuten, meistens. Aber, die Beschwerden können derartig stark sein, dass jede Sekunde qualvoll erscheint. Nur in wenigen Fallen haben die Schmerzen eine Dauer von mehreren Stunden. Die Intensität der Schmerzen sind mal mehr mal weniger vertreten, aber das allgemeine ist dass sie unregelmäßig sind.

Dabei können die Zwischenzeiten ein paar Tage, oder Wochen lang sein, oder, in manchen Fällen, mehrere Monate andauern. Bei älteren Menschen kommen die Anfälle seltener auf, aber der Durchschnitt liegt bei max sechs Anfällen pro Jahr.

Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Gynäkologische Erkrankung(en)
Harnleiterstein
Darmverschluss
Schlaganfall
Psychologische Probleme

Was ist Proctalgia fugax

Stechender Schmerz im Rektum. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Erkrankung Proctalgia fugax, wie sie im Fachjargon heißt. Über die Krankheit weiß man nicht viel, obwohl sie nicht so selten auftritt. Im englischem heißt die Krankheit auch, bzw. , wird als das sogenannte Levator-Syndrom bezeichnet.

Wie gesagt, der Leihe was nicht all zu viel über die Erkrankung, oder, besser gesagt, sie ist weitesgehend unbekannt. Selbst betroffene Personen können die Krankheit lange mit sich tragen und nicht wissen um was es sich handelt, oder überhaupt nicht richtig merken, dass sie die Krankheit haben.

Das größte Merkmal sind Schmerzen, die krampfartig, oder fast schon anfallartig auftreten, wobei sie noch dazu plötzlich erscheinen. Die Schmerzen können unregelmäßig auftreten und oft dauern sie nicht all zu lange. Dies ist der Grund warum sie sehr oft nicht als Krankheit wahregenommen werden. Dabei nehmen die Betroffenen die Anzeichen auf die leichte Schulter und denken dass sie nicht ärztlich behandelt werden müssen. Es gibt auch Fälle wo das Leiden viel stärker ausgeprägt ist und die Anfälle heftiger auftreten. Dabei kann die Lebensqualität stark eingeschränkt werden und die Anfälle sich auf das tägliche Leben und die Leistungen auswirken können.

Eine ernsthafte Ursache der Erkrankung könnte bis jetzt noch nicht erkundet werden, wobei sich die Medizin, bis heute, sozusagen, im Dunklen bewegt. Es wird vermutet dass Stressfaktoren die Erkrankung stimulieren können, oder dass eine chronische Verstopfung, dafür, als Ursache, in Frage kommen könnten.

Die Häufigkeit der Proctalgia fugax ist, bei nervösen und ängstlichen Menschen, als auch bei Perfektionisten, viel grösser. Auch psychologische Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Mediziner vermuten dass, auch, Krämpfe des Beckenbodens und inneren Schließmuskels, die Krankheit auslösen können. Dabei ist eine sogenannte Beckenbodeninsuffizienz, so wird vermutet, ein Faktor des Risikos. Auch hormonelle Störungen, speziell bei Frauen, oder Störungen des vegetativen Nervensystems, könnten in Frage kommen.

Was die Geschlechtertrennung betrifft, so erkranken Frauen ungefähr doppelt so häufig wie Männer. Die Männer haben die Anfälle oft nach einem Geschlechtsverkehr, was, zusammen, mit den Stressfaktoren, zusammenhängen könnte. Sehr oft kann der behandelnde Arzt keine körperlichen Merkmale finden, die eine Proctalgia fugax, auslösen könnten.

Zumindest sind diese nicht zu erkennen, bei einer Untersuchung. So wird die Diagnose basierend auf den Symptomen gestellt, weil diese meist eklatant sind. Es ist eigentlich nicht immer möglich eine genaue Diagnose zu stellen, weil die Anzeichen nicht immer sehr deutlich sind, oder eine andere Krankheit ähnliche Symptome aufweisen kann.

Wenn er Verdacht besteht, ist eine genaue Untersuchung von größter Wichtigkeit, sowohl die hormonelle und neurologische, neben der körperlichen (Abtasten). Dabei kann der Arzt, mit Sicherheit, andere Krankheiten, wie eine Analfissur, oder das sogenannte Anogenital-Syndrom, komplett ausschliessen kann.  

Proctalgia fugax Behandlung

Eine spezielle Behandlung der Erkrankung gibt es nicht. Meistens werden die Symptome behandelt, wobei es zunächst nötig ist, die Schmerzen zu lindern. Dabei verschreiben Ärzte oft Medikamente, wie Clonidin, Nifedipin, oder das Mittel Salbutamol. Das letzte Arzneimittel wird inhaliert, gehört also zur Inhalationstherapie und kann die Beschwerden oft gut lindern.

Viele Ärzte durchführen eine Therapie, welche bei Hämorrhoidalbeschwerden, angewendet wird. Diese kann, in manchen Fällen, wirksam sein. Die meisten Therapien, oder Mittel zur Behandlung, sind zur Linderung der Schmerzen gedacht, und auch zum Lösen der Krämpfe. Dabei kann sogar, in manchen Fällen, das allseitsbekannte Mittel Paracetamol, die Schmerzen lindern. Ein generelles Problem für die Betroffenen ist dass die Tabletten, oder sonstige Mittel, erst wirken, wenn die Schmerzen und/oder Krämpfe langsam aufhören, bzw. sich lösen.

Deshalb werden Schmerzmittel, wie Ibuprofen, oder das Medikament Diclofenac, nicht verschrieben, weil sie zu langsam wirken, und keine richtige Behandlung darstellen. Dies ist auch der Fall, weil man nie weiß wann die nächsten Beschwerden (krampfartigen Anfälle) kommen können. Es gibt auch, dermaßen, stark ausgeprägte Fälle, wo ein Einnehmen von Arzneien, oder Durchführen von Einläufen, nicht möglich ist.

Die Beschwerde sind, dabei, so stark, dass sie nicht mehr in der Lage dazu sind. Ein Mangel an Calcium und/oder Magnesium, so sagen Forschungen, stimuliert die Krämpfe, noch zusätzlich. In vielen Fällen, ist es für die Patienten, sehr wichtig, die Anfälle, zumindest etwas zu verringern, bzw. die Zwischenzeit zu erweitern. Dies ist, zunächst, oder überhaupt die Basis, weil eine komplette Heilung der Erkrankung, wobei sie spezifisch behandelt wird, ist leider, bis heute, noch nicht möglich.                                  Bei der Proctalgia fugax ist eine Selbsthilfe, oder auch, das Vorbeugen, der Erkrankung sehr wichtig. Dies ist besonders bei dieser Krankheit ausgeprägt, weil die Ärzte oft an ihre Grenzen stoßen und eine komplette und spezifische Therapie nicht möglich ist. Dabei haben die Betroffenen einige Wege zur Selbsthilfe gefunden, oder erkundet, die, zumindest, die Schmerzen erträglicher machen sollen. Hierbei ist die Zufuhr von Wärme ein probates Mittel (wie ein heißes Sitzbad, oder  das Stellen von Duschköpfen auf die betroffene Stelle, wobei der Brausekopf eine leicht lindernde Maßnahme sein soll).

Auch das Drücken vom Perineum (der Bereich zwischen dem Geschlechtsorgan und After), oder manche erzielen gewiße Wirkungen, beim Einführen eines Fingers in den Anus. Auch die Knie-Ellenbogen.Lage, als bestimmte Stellung des Körpers, kann die Schmerzen ein bisschen lindern, und die Krämpfe vermindern. Manche versuchen es mit dem Dehnen der Beine, wobei die Finger die Zähen berühren, als eine Methode, die effektiv sein soll.

Bei den ärztlichen Therapien ist eine Regulierung des Darms und seiner Funktion oft gut, besonders, wenn die Erkrankung länger dauert. Auch eine Psychotherapie ist zu empfehlen, oder auch Entspannungsmassagen, oder Beckenbodentraining.

Diese Behandlungen sind besonders bei nervösen und stressempfindlichen Menschen wirksam. Bei all den Übungen, Maßnahmen, oder Selbstbehandlungen, sollte man sich mit dem Arzt konsultieren, weile nicht alle wirksam sind und die Falle von Proctalgia fugax, individuell auftreten und nicht jeder reagiert gleich auf die möglichen Behandlungsmaßnahmen.