Divertikulitis

Divertikulitis Symptome

Fieber, Schmerz im oberen linken Teil des Unterleibes, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, manchmal blutiger Stuhl. Diese benannten Symptome und andere die eine Divertikulitis verursacht sind meist sehr unangenehm. Auf der anderen Seite ist dies bei Symptomen ein Divertikulose nicht der Fall.

Sehr typisch sind starke Schmerzen, die sich sehr oft im linken Unterbauch festsetzen. Es ist eine Rarität dass sie in der rechten Seite des Bauchs auftreten. Neben den zuerst genannten Symptomen, wie zum Beispiel Fieber, können auch Verdauungsbeschwerden auftreten. Weil der Darmdurchmesser im Endbereich, speziell in der S-förmigen Mündung enger ist an anderen Teilen des Dickdarms, wird dem Stuhl mehr Flüssigkeit entzogen und deswegen ist er oft am Ende trocken und sehr hart. So können Symptome im ganzen Bauchbereich auftreten, aber nur sehr sehr selten auf der rechten Seite.

Die beschriebene Form des Stuhls kann zur Divertikulitis oder Divertikulose führen.

Divertikulitis verursacht meistens ähnliche Beschwerden wie eine Blinddarmentzündung, nur dass es auf der linken statt auf der rechten Seite passiert. Wenn der Darm sehr entzündet ist, kann es in manchen Fällen sein, dass es im linken Unterbauch eine Schwellung gibt, die man fühlen kann, was schmerzt.

Es handelt sich um einen drückenden Schmerz, weswegen der Stuhlgang schmerzhaft und unangenehm ist. Im akuten Fall der Divertikulitis ist Abgeschlagenheit, neben Fieber, präsent. Bei solchen Diagnosen bilden sich mehr entzündete Parameter im Blut, wie zum Beispiel CRP , oder auch von Leukozyten (weißen Blutkörperchen), was nie gut ist.    



Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Nierenbeckenentzündung
Gynäkologische Erkrankung(en)
Colitis ulcerosa (Schwellbrand im Dickdarm)
Bauchfellenentzündung
Schwellbrand im Dickdarm (selten bei Kindern)

Was ist Divertikulitis

Infektion des Beutels des Dickdarms. Es ist üblich bei einer Divertikulitis dass sich sogenannte Ausstülpungen bilden, die sich in der Darmwand vermehren. Dieses geschieht im Dickdarm, besser gesagt im letzten Teil des Dickdarms. Speziell in industriellen Ländern ist diese Erkrankung ausgeprägt, wobei mehrheitlich bei älteren Personen.

Bei ungefähr 20 bis 25 % entzünden sich diese Ausstülpungen-Divertikel. Diese Divertikel, wie sie Mediziner nennen, können sich auch im Dünndarm entzünden. Wenn es sich um mehrere Divertikel handelt sprechen Mediziner von einer sogenannten Divertikulose. Am Anfang erzeugen Divertikel keine Symptome und sich nicht besonders gefährdend. In einer großen Mehrheit sind sie im letzten, sogenannten absteigenden Ast des Dickdarms, vor allem an der Stelle der S-förmigen Bewegung des Darms. Natürlich treten bei einer Entzündung (Infektion) Beschwerden auf. Mediziner haben durch Forschungen herausgefunden dass es drei Formen der Divertikulitis gibt:

  

- Als erstes gibt es in ca. 3/4 der Fälle eine unkomplizierte akute Divertikulitis. Bei dieser Art führen die Divertikel zu keinen weiteren Komplikationen, es gibt ein paar unangenehme Begleiterscheinungen, aber keine Schäden in der Darmwand. Eine nicht-operative Behandlung ist bei dieser Form allgegenwärtig. 

 

- Eine komplizierte akute Divertikulitis bringt ,wegen der Entzündungen der Divertikeln, ein paar weitere Beschwerden mit sich. Nun kommen Probleme wie z.B. Fisteln, ein Loch in der Darmwand, oder gar ein Darmverschluss. Um weitere Schäden für die Gesundheit zu verhindern, ist eine Operation empfehlenswert.  

 

- Bei einer sogenannten chronisch-rezidivierenden Divertikulitis kommt es sehr oft zu dauerhaften Schäden in der Wand des Darms, weil sich die Divertikeln immer wieder entzünden.  

 

Nicht selten greift die Entzündung nur auf den Stellen wo sich die Divertikel aufhalten, aber es kann auch passieren dass sie sich viel mehr ausweitet.

Divertikulitis Behandlung

Wie bei fast allen Krankheiten generieren die Beschwerden und das Stadium des Patienten die Behandlung. Darüber hinaus ist es bei einer Divertiklutis sehr wichtig wie stark und welche Strukturen im Bauch infiziert sind. Bei der unkomplizierten, einfachen Version der Erkrankung reichen meist Fasten und Nahrung wie flüssige Kost. Auf lange Zeit gesehen, sollte man seine Bewegungsintensität und/oder Sport dazuführen und viele Ballaststoffe zu sich nehmen.

Wenn wir über die Pharmaindustrie reden, können auch Mittel wie Antibiotika helfen, die als entzündungshemmende Wirkstoffe wirken. Manche Arzneien, die krampflösend sind, können die Schmerzen ebenfalls mindern, weil sie den Schmerz lösen. Bei starken Schmerzen, und einer akuteren Form der Krankheit, sollte man die Betroffenen im Krankenhaus behandeln. Dabei dürfen sie nichts essen oder trinken, und bekommen nur eine Infusion und schmerzlindernde Antibiotika. Erst wenn es ihnen nach ein paar Tagen besser geht, können sie langsam anfangen, explizit vom Arzt genehmigte Nahrung, zu sich zu nehmen. Wenn eine Divertikulitis ausgeweitet ist, oder Komplikationen auftauchen, ist eine Operation unumstößlich. Besonders wird sie von Chirurgen suggeriert wenn es zu einer Durchbrechung der Darmwand gekommen ist.

Wenn eine Operation nicht schnell passieren muss, dann warten Ärzte ab, bis sich die Entzündung gelegt hat, was ungefähr anderthalb bis zwei Monate dauern kann. Manchmal ist die Wartezeit etwas kürzer. Ein anderer Fall ist eine Eiteransammlung (Abszess), was Chirurgen mit einer Nadel punktieren und den Eiter ablassen. Wenn mehrere Divertikel geplatzt sind muss umgehend eine Operation, sonst kann sich der ganze Bauchraum entzünden, was verhehrende Folgen haben könnte. Wie gesagt, die dritte und schwerste Form der Divertikulitis (chronisch-rezidivierende), wird auf jeden Fall operiert.

 
Bei der Operation wird ein Abschnitt des Darmes gemeinsam mit den Divertikeln entfernt und die restlichen Enden miteinander genäht.