Gallensteine

Gallensteine Symptome

Fieber, Schmerz im oberem rechtem Unterleib, manchmal auch in der Schulter, Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Gelbsucht (die Haut sieht gelblich aus), dunkler Urin.

Wenn wir über diese und andere Symptome sprechen, sollte man allerdings sagen dass bei ungefähr 75 % der Betroffenen keine Symptome aufkommen. Meistens, auch wenn sie auftreten, sind sie meist  nicht ganz spezifisch zu bewerten. Nach Mahlzeiten, die fettreich sind (gebratenes z.B.), treten die folgenden Symptome auf: Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, und ,prädominant für Gallensteine, Schmerzen im rechten Oberbauch. Es kann auch mit einer Magenschleimhautentzündung verwechselt, wenn die Gallenblase gereizt ist, weil die Symptome sehr ähneln.

Wenn die Reizung ausgeprägt ist, kann der Schmerz sich in die rechte Schulter und in den Rücken ausweiten. Die Symptome bekommen an Stärke und Fahrt , wenn die Gallensteine beginnen sich zu bewegen. Wenn sich dabei die Gallengänge entzünden und der Abfluss der Gallenflüssigkeit geblockt ist, kann es zu der vorhin erwähnten, Gallenkolik kommen. Diese kann man getrost als ein Darmleiden übersetzen ,weil das griechische Wort kolike ein Leiden, bzw. Darmleiden bedeutet. Es entsteht dabei ein Druck, weil sich die Muskeln in den Gallengängen zusammenziehen, um den Stein weiterzubefördern. Daher beklagen auch die Patienten von Krämpfen, speziell im mittlerem und rechtem Oberbauch, die auch in die rechte Schulter und in den Rücken pulsieren können. Diese Symptome sind meistens von sehr krampfartigen Schmerzen begleitet und wird von den Leittragenden als fast unerträglich beschrieben. Diese Form der Gallenkolik kommt oft mit Übelkeit und Erbrechen und kann mit unter von 15 Minuten bis zu sogar 5 Stunden dauern. Nach einer Zeit kann der Schmerz nachlassen und trifft dann wieder ein.

Diese und andere Symptome können, wie gesagt, nach Mahlzeiten aufkommen. Dabei kann es sich um eine fettige Mahlzeit handeln, oder um eine ganz normale, oder was man oft hört und selbst schon sicher erfahren hat, nach einer Mahlzeit, wenn man lange Zeit nichts zu sich genommen hat (beim Fasten). Außerdem ist es noch wichtig zu erwähnen dass Gallensteine Symptome auslösen können, die man von Außen sehen kann. Dabei sind auch Symptome wie eine latente Gelbsucht (s.g. Ikterus, eng. jaundice), wobei die Augen und die Haut leicht gelblich wirken.

Der Stuhl ist nicht mehr schwarz/braun, sondern bekommt eine hellere Note, so ungefähr beige, weil die Gallenfarbstoffe, durch einen Verschluss, fehlen. Es mangelt an Gallenflüssigkeit, wobei es zum sogenannten Fettdurchfall kommt. Dabei ist im Stuhl eine großer Anteil ungespaltetes Fett, weil die Fettaufspaltung jenes, und die Aufnahme erheblich erschwert ist.  



Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Gallensteine
Nierenbeckenentzündung
Bleivergiftung
Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
Bauchspeicheldruesentzündung( selten bei Kindern)

Was ist Gallensteine

Gallensteine, beziehungsweise Cholelithiasis, entsteht wenn Teile einer Gallenflüssigkeit, wie zum Beispiel Eiweiß oder Cholesterin, in der Gallenblase verklumpen. Dabei werden sie zu einer festen Materie.

Der Ursprung des Wortes kommt aus dem griechischen (chole ist einer Galle und lithos heißt Steine). Es handelt sich um die häufigste Erkrankung der Gallenblase, und auch der Gallengänge. Von der Krankheit sind mehr ältere Menschen betroffen, bei der Bevölkerung der 70-jährigen und älter, sogar zwei drittel. Bei Frauen ist die Krankheit öfter als Männer, rund drei mal mehr. Wenn wir Deutschland analysieren kann man sagen dass um die 32 % der Frauen über 40 betroffen sind, und ungefähr 16 % der Männer, in der gleichen Altersgruppe. Man kann schon sagen dass es um eine relativ häufige Krankheit geht, weil es ebenfalls im deutschem Raum von rund 15 Millionen Betroffene von Gallensteinen. Nur bei etwa 25 % jener hat auch diverse Beschwerden.

Es ist also eine sehr häufige Erkrankung, weil fast alle anderen Krankheiten der Gallengänge, oder Gallenblase auf Grund von Gallensteinen aufkommen. Natürlich gibt es dabei einig Faktoren die Gallensteine stimulieren können. Diese Risiken sind: hohes Lebensalter, Schwangerschaft, Übergewicht, hohe Cholesterinwerte im Blut, oder auch wie eben erwähnt das weibliche Geschlecht, dass viel öfter betroffen ist.

 
Dass es sich um Gallensteine handelt lässt sich aus einem Beschwerdebild und einer Ultraschalluntersuchung herauskristallisieren. Manchmal bedarf es auch einer Endoskopie (Spiegelung der Gallenblase und Gallengänge), oder eines MRT. Wenn es keine Beschwerden von den Gallensteinen gibt, ist eine Therapie nicht erforderlich. Wenn ,aber, Schmerzen aufkommen, und es zu einer sogenannter Gallenkolik kommt, wobei Schmerzen im Oberbauch auftreten und Übelkeit aufkommt, ist eine Therapie unüberbrückbar. Speziell bei diesem Falle, der Gallenkolik, kann der behandelnde Arzt die Gallenblase entfernen. Es gibt nicht-operative Möglichkeiten, aber die wollen wir in der Behandlung detailliert abarbeiten. Wenn die Gallenblase entfernt ist, kommen nur sehr selten Gallensteine wieder.     

Gallensteine Behandlung



Die Therapie ist bei Gallensteinen verschieden und wird auch so angewendet. Dabei ist es wichtig zu wissen ob die Erkrankung Beschwerden auslöst oder nicht. Wir wollen uns hier mit der schwerer Option beschäftigen, weil wenn es keine Beschwerden gibt, ist eine Behandlung nicht von Nöten. Bei der Standardtherapie werden die Gallensteine zusammen mit der Gallenblase entfernt. Dieser Eingriff nennt sich Cholezystektomie. Eine größenmäßige Methode wird heute von einer Laparoskopie erspart. Das bedeutet dass Mediziner mit einem Endoskop eine Bauchspiegelung durchführen können. Bei einer offenen Cholezystektomie wird ein Schnitt in der Bauchdecke durchgeführt.

Diese und ähnliche Eingriffe werden heute immer mehr von einer Laparoskopie abgelöst. Der primäre Grund ist dass die Patienten nach einer offenen Operation mehr Zeiten brauchen um sich wieder zu regenerieren. Weil sich die Medizin immer weiter entwickelt, wurden in den letzten Jahren immer neue und variantenreichere Methoden entwickelt und in Umlauf gebracht. Zur Zeit wird eine neue Methode erprobt, eine Gallenblasenentfernung mit einer sogenannten LESS-Chirurgie. Mit dieser Methode ist meist nur ein Schnitt nötig.  

Eine ebenfalls neuere Variante, der Gallensteine und Gallenblaseentfernung, ist das sogenannte NOTES-Verfahren. Dabei handelt sich natürlich auch um eine minimal-invasive Behandlungsmethode, bei der mehrere Schnitte in die Bauchdecke nicht erforderlich sind. Die Instrumente werden meist nur der Bauchnabel eingesetzt, oder es kann auch passieren dass es Ändere Körperöffnungen sind, wie die Speiseroehre oder Scheide. Natürlich haben diese Methoden eine große Popularität und Funktionalität erlangt, weil nicht viele Schnitte nötig sind. Die Eingriffe geschehen im Innern des Körpers, so dass später keine Narben zu sehen sind und der zweite Vorteil ist dass sich die Patienten schneller erholen können. Nach einem solchen Eingriff kommt es nur sehr selten vor dass die Steine wiederkommen. Dieses Szenario nennen Mediziner einen Rezidiv. Betroffene sollten nach so einer Operation fettige Mahlzeiten und üppiges Essen meiden, weil ihnen das Organ fehlt, in dem sich die Gallenflüssigkeit speichern kann. Diese fließt dann in den Darm. Der Darm wiederum kann soviel Essen nicht immer vertragen, sodass es zu Verdauungsproblemen kommen kann. Jeder sollte da für sich entscheiden, bzw. wissen, welche Mahlzeiten er vertragen, oder nicht vertragen kann.

Wenn sich die Gallensteine in den Gallenwegen befinden ist eine Endoskopie meist erforderlich. Mit der Hilfe eines Endoskops kann der Arzt die Kanalmündung erweitern und ein kleines Gerät einführen, um so die Steine einzusammeln und sie nach außen befördern (entfernen). Es gibt auch nicht-operative Methoden ,wie z.B., Medikamente, die Gallensäure in sich haben, und so die Steine auflösen können, Diese haben sich aber als unwirksam gezeigt, weil die Gallenstein nach einer Weile wiederkommen. Arzneien können auch zum Einsatz kommen, weil sie schmerzlindernd agieren; besonders bei eine akuten Gallenkolik, wo die Schmerzen unerträglich sein können. Am Ende kann man sagen dass eine fettarme Nahrungsaufnahme sehr zu empfehlen, weil sich der potentielle betroffene so selbst schützt. Natürlich können sie eine weitreichende Behandlung nicht ersetzen. Betroffene, denen die Gallenblase entfernt wurde, müssen aufpassen was sie essen und wann, aber es handelt sich nur um beschränkte Maßnahmen.