Blinddarmentzündung (unwahrscheinlich, vor dem Alter von 3 Jahren)

Blinddarmentzündung (unwahrscheinlich, vor dem Alter von 3 Jahren) Symptome

Schmerzen im rechten, unteren Teil des Bauches, leichtes Fieber (unter 38 Grad).

Wenn ein Kind über Schmerzen, Empfindlichkeit bei Berührungen, oder krampfartige Schmerzen klagt , und wenn diese drei Stunden, oder länger dauern, sollten die Eltern prompt einen Arzt aufsuchen. Ein Platzen oder ein Bruch des Blinddarms könnte da schon vollzogen sein. Dabei ist der Wurmfortsatz meist entzündet.

Die lang andauernden Schmerzen können auch in der oberen Hälfte des Bauchs vorkommen, oder im Bereich des Bauchnabels. Nach ein paar Stunden weiten sie sich, in den unteren rechten Teil der Bauchseite, aus. Eine Verschlimmerung beim gehen, ist dabei auch präsent. Das Kind kann dabei meist nicht auf dem rechtem Bein hüpfen, was ein besonderes Merkmal der Erkrankung ist. Dabei ist der komplette Bereich, auf`s extremste, auf Schmerzen und Berührungen empfindlich. Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit kommen oft noch dazu.

Viele Kinder bekommen kein Fieber, aber ein leichtes Fieber, mit ca. 38 Grad, ist sehr oft vorhanden. Manchmal vermindern sich die Symptome immer mehr, so dass auch für eine Zeit komplett verschwinden. Nach ein paar Tagen, kommen sie dann wieder, verschlimmern sich dazu noch. Dieses muss aber noch lange nicht heißen dass es sich um eine Appendizitis, akuter Natur handelt.

Starke Schmerzen müssen, die wieder kommen, nicht immer bedeuten dass es eine Erkrankung ist. Bei kleinen Kindern ist dies noch mehr der Fall, weil sie oft keine typischen Symptome abgeben/aufweisen. So kann sich das Risiko deutlich erhöhen, weil die Diagnose spät erfolgt und Komplikationen auftreten können.               

Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Morbus Crohn (selten bei Kindern)
Bleivergiftung
Nierenbeckenentzündung
Nierensteine
Gynäkologische Erkrankung(en)

Was ist Blinddarmentzündung (unwahrscheinlich, vor dem Alter von 3 Jahren)

Infektion des Anhangs (Wurmfortsatzes), einem kleinem Beutel des Darms. Eine Appendizitis, oder auch Blinddarmentzündung, die wir bei schon bei Erwachsenen behandelt haben, kann auch bei Kindern vorkommen.

Sie ist bei fast allen Altersgruppen vertreten. Am häufigsten betrifft sin die Altersgruppen zwischen vier und 25. Jüngere Kinder, speziell die unter zwei Jahren, sind sehr selten von der Krankheit betroffen. Dabei erkranken Mädchen und junge Frauen seltener an Appendizitis.

Ein entzündeter Blinddarm wird immer durch einen operativen Eingriff rausgenommen. Eine Ursache, die am meisten vorkommt, ist eine Verstopfung des Innenraums des Blinddarms. Das rudimentäre Organ ist fast wie eine Ausstülpung, die wie ein Sack aussieht. Das ist auch der Grund warum Rückstände der Verdauung dort hängen bleiben.

Es kann auch vorkommen dass Ausschwellungen der Schleimhaut, oder weniger auch diverse Fremdkörper, wie, zum Beispiel, Steine, oder Kerne, eine Entzündung auslösen können. So etwas gilt wie für Erwachsene, so auch natürlich für Kinder. Auch Tumore oder Würmer können eine Entzündung hervorrufen.

Eine bakterielle Entzündung, lokaler Art, wird durch die engen Stellen im Innenraum des Blinddarm stimuliert. Sehr lang dauernde Schmerzen des Bauches eines Kindes sind gute Anzeichen, dass es sich um eine Appendizitis handeln könnte. Hinzu kommen oft noch Erbrechen und Brechreiz. Eine fundierte Untersuchung kann dem Arzt Aufschluss geben, dass es sich womöglich um Appendizitis handelt. Dafür muss er die Schmerzen genau lokalisieren. Eine Palpation (Abtasten) kann er den Schmerz lokalisieren (bzw. die Punkte des Schmerzes), um so die Diagnose Blinddarmentzündung zu attestieren.

Der behandelnde Arzt kann auch den Enddarm des jungen Patienten mit dem Finger untersuchen. So etwas nennt sich, in der Medizin, eine digito-rektale Untersuchung. Die Temperatur des Kindes wird dazu noch gemessen und eine Blutuntersuchung können den Verdacht, auf eine Blinddarmentzündung, beweisen.

Eine Untersuchung, mittels Ultraschall, ist in der modernen Zeit Gang und Gäbe, um den Befund einer Blinddarmentzündung zu kriegen. Dabei ist eine Darstellung des verdickten Blinddarms, in Teilen, dank der heutigen Technik, möglich. Bei ungefähr 30 % der operativen Eingriffe ist der Appendix (Wurmfortsatz) nicht entzündet. Dabei hat der Patient eine gute und eine schlechte Nachricht. Der Anhang des Blinddarms ist zwar nicht entzündet, aber das Forschen nach der Ursache muss natürlich weitergehen. Wenn es auch nur die kleinsten Zweifel gibt, sollte der Arzt einen Operation durchführen.

Die bestehende Gefahren, einer Vereiterung der Bauchhöhle und eines Durchbruchs des Blinddarms, sind zu groß, wenn der Patient zu spät therapiert wird. Wenn eine chronische Infektion des Darms vorliegt, ist es eine Ausnahme, der schon bei Erwachsenen analysierte Morbus Crohn. Da sollte die behandelten Ärzte eher vorsichtig mit Operationen des Darms sein. 

Blinddarmentzündung (unwahrscheinlich, vor dem Alter von 3 Jahren) Behandlung

Bei der Behandlung einer Appendizitis ist es einheitlich, weil nur eine offene Operation der betroffen Person helfen kann.

Unter einer Vollnarkose wird der Blinddarm entfernt. Ein horizontaler Schnitt, der bis zu sechs Zentimeter lang sein kann, wird auf der rechten Seite, unterhalb des Bauchnabels, erfolgt. Dieser wird dann, in Schichten, genäht, oder besser gesagt vernäht. Dort bleibt dann eine Narbe, die eigentlich relativ klein ist. Nach einer Operation darf das Kind, in den nächsten 24 Stunden, nichts zu sich nehmen.

Es bekommt eine Infusion (Tröpfen in eine Vene), womit es praktisch ernährt wird. Danach können Tee und Wasser langsam dazugeführt werden, in kleinen Schlucken. Bei Routineeingriffen, in denen meist nichts geschieht, kann dann nach etwa 48 Stunden langsam wieder Nahrung bekommen, um so aufgebaut zu werden. Dann, nach ungefähr zehn Tagen, werden die Fäden gezogen, wenn natürlich alles reibungslos verläuft. Damit ein Durchbruch des Blinddarms verhindert werden kann, sollte die Operation sofort vollzogen werden. Das heißt sobald die Diagnose steht, das Beste ist schon am gleichen Tag.

Schnelligkeit ist hier sehr gefragt, wie bei den Eltern, so auch beim behandelndem Arzt, der rasch die Diagnose haben muss, um operieren zu können. Eine schnelle Erholung ist, in den meisten Fällen, realistisch, sodass die Kinder, nach ein paar Tagen das Krankenhaus verlassen können. Besonders wenn der Aufbau mit Nahrung gut verläuft, ist nach ein paar Tagen das Kind schon zu Hause.             Wenn man hundert Fällen durchgeht, kann bei zwei bis vier Fällen Komplikationen aufkommen. Dabei können sich die Schlingen des Darms verkleben, was die Folge einer Bildung der Narbe ist. Bei ca. 50 % der Operationen kommt so etwas in den ersten drei Monaten auf, wobei in manchen, sogar ein weiterer Eingriff erfolgen muss.

Wenn die Apendizitis eitrig ist, kann es Wundinfektionen kommen, oder es kann auch zu Ansammlungen von Eiter entstehen (der sogenannte Abszess). Dies geschieht in der Bauchhöhle. Wenn es zu einer späten Erkennung (Diagnose) der Krankheit kommt und so nicht zeitlich behandelt werden konnte, kann der Blinddarm sogar komplett durchbrechen (die sogenannte Perforation). Der mittlere Schwerfall ist ein Brechen des Blinddarms. Bakterien, die infektiös sind, und Stuhl kommen in den Bauchraum und lösen eine Peritonitis aus (eine Entzündung des Bauchfells).

Diese Entzündungen und Infektionen können lebensbedrohlich sein. Junge Frauen und Mädchen können sogar unfruchtbar werden. Auch heute kann es zu Todesfallen kommen, obwohl die Medizin sich immer verbessert und die Möglichkeiten der Diagnose und Therapie sehr modern und meist zuverlaessig sind. Die Medizin ist zwar auf dem neusten Stand, aber es können immer mal Komplikationen auftreten. Um sie vorzubeugen sind auch hier die konventionellen Methoden, der Behandlung von Nöten, aber so eine Entzündung kann immer bei Kindern auftreten. Sie ist nicht mit einer Verstopfung, oder sonstigen Beschwerden zu verbinden, weil auch eine gesunde Ernaehrung, sportliche Aktivitäten und ein gesundes Umfeld keine Garantie geben können. Davon werden viele Kinder befallen, auch die die vermeintlich gesund leben.