Morbus Crohn (selten bei Kindern)

Morbus Crohn (selten bei Kindern) Symptome

Leichtes Fieber (weniger als 38 Grad) Schmerz im rechtem, unterem Teil des Bauchs, der oft durch einen Stuhlgang erleichtert wird, der weich und nicht wohlgeformt ist.

Die drei Hauptsymptome sind Bauchschmerzen, chronische Durchfälle, die blutig, schleimig und streng riechend rauskommen, und auch noch Verlust von Gewicht. Ähnlich wie bei der Colitis ulcerosa, verläuft die Krankheit in Schüben, wobei die Morbus Crohn meistens die ganze Darmwand befasst. Dabei ist dieser Bereich sehr stark entzündet, was in gewißen Phasen, die Beschwerden, bei Kindern auslöst. Es gibt auch die \"Ruhephasen\"; wo keinerlei Probleme aufkommen und die Kinder beschwerdefrei leben können. Die Intensität der jeweiligen Phasen, wo Beschwerden auftreten, können variieren.

Eine Ursache für die Stärke und das Tempieren dieser Schube ist bislang noch nicht bekannt. Risikofaktoren wie Rauchen, Stress, oder Alkoholkonsum können sie erschweren und vermehren. Zum typischem Krankheitsbild zählen auch eine Appetitlosigkeit, die bei Kindern aufkommen kann und der Durchfall ist breiig, oder fluessig, er kann sogar bis zu  Wochen dauern und sehr schmerzhaft rauskommen. Das Kind leidet an Unwohlsein und hat starke Bauchschmerzen, die meistens im Unterbauch auftreten und es kann auch Fieber aufkommen.

Sogar bis zu 15 Mal am Tag kann ein Kind den Darm entleeren. Dabei ist der Darm stark reduziert, in seinen essentiellen Funktionen, woraus sich erschließt dass er wichtige Bestandteile aus der Nahrung nicht aufnehmen kann. Daraus folgt der Gewichtsverlust, das Kind wird unterernährt und kann keine wichtigen Nährstoffe aufnehmen. Eine Blutarmut (Anämie) kann auch entstehen wenn sich Blut im Stuhl findet, bzw. vermischt, und diese Symptome länger andauern. Weil der Stuhlgang abnormal und sehr häufig kommt, können gewiße Veraenderungen, wie zum Beispiel Fisteln an den Genitalien, oder am After aufkommen.

Es sind, sozusagen, Einrisse der Schleimhaut, die sich auch Fisteln, oder Fissuren nennen, je nach dem wie stark sie präsent sind. Dies ist nicht selten der Fall, weil der Durchfall zu oft kommt und deshalb die Haut beschädigt wird und/oder der Analbereich. Diese sehen aus wie Hämorrhoiden, mit denen kann man sie auch verwechseln.      Es sind Verbindungen, die des erkrankten Darms mit anderen Organen, die durch ein Bindeweg hervorgerufen werden. So etwas kann sich an der Verbindung des Darms mit der Haut, der Harnblase, oder der Scheide, bemerkbar machen.

Es können auch Abszesse im Darm entstehen (Ansammlungen von Eiter). Nicht bei allen Kindern müssen Durchfall, oder Schmerzen im Bauch passieren, weil, bei ihnen, oft, die Symptome untypisch erscheinen können. Erste Anhaltspunkte sind bei dieser Population Verlust von Gewicht und Einschränkungen im Wachstum, welche zunächst auf einen entzündeten Darm aufweisen. Ungefähr acht von zehn Patienten haben Untergewicht und etwa jeder vierte ist in seinem Wachstum eingeschränkt. Dies gilt für größere Kinder die eine erste Diagnose bekommen haben. Geschwüre und Vernarbungen sind auch keine Ausnahme.             Teile des Darms können dermaßen verengt werden, durch die Narbenbildung, dass Nahrung nicht durchgehen kann, bzw. blockiert, oder auch verstaut wird.

Diese Komplikationen des Morbus Crohn nennen sich Stenosen. Dabei droht ein Verschluss des Darms, was lebensbedrohlich sein kann. Dabei entstehen Verlust von Appetit, Schmerzen im Bauch, die sich wie Wehen anfühlen und krampfartig erscheinen und Erbrechen ist auch nicht selten.

Es können auch sogenannte extraintestinale(außerhalb des Darms;der Gedärme) Beschwerden aufkommen. Dabei können sich Leber, Augen, Wirbelsaeule, Wirbelsaeure, oder die Gallenwege entzünden. Weil die Bauchschmerzen sehr stark ausgeprägt sind, kann das Kind nicht richtig, oder manchmal fast gar nichts essen. Durch die entstandene Appetitlosigkeit kann ein Kind keine wichtigen Nährstoffe, wie Vitamine,Minerale, oder Eiweiß zu sich nehmen, was nicht ungefährlich sein kann.

Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Bleivergiftung
Gebrauch von Medikamenten
Morbus Crohn
Darmkrebs
Blinddarmentzündung (unwahrscheinlich, vor dem Alter von 3 Jahren)

Was ist Morbus Crohn (selten bei Kindern)

Entzündung des gesamten Magen-Systems (kann vom Mund bis zum Enddarm auftreten).

Es ist eine chronische Entzündung des Darms, des meist des Dünndarms. Sie nennt sich auch die Crohnsche Krankheit und sie ist, zusammen mit der Colitis ulcerosa, die häufigste chronische Krankheit des Darms. Bei der Krankheit kann der ganze Magen-Darm-Trakt betroffen sein, in manchen Teilen, sogar vom Mund bis zum Ausgang des Darms.

Dies passiert eher seltener, in Situationen wo sie kompliziert auftritt. Generell, ist die letzte Schlinge des Dünndarms betroffen. Die Krankheit ist relativ häufig bei Menschen zwischen 15 und 34, und bei jedem fünften bis jedem siebten Patienten, kommen die Beschwerden und/oder Symptome bevor sie zwanzig werden. Es können auch Säuglinge betroffen sein, was aber eine absolute Ausnahme ist.

Wenn die Krankheit früh genug erkannt wurde und behandelt wurde, kann die betroffene Person oft das Leben in vollen Zügen genießen und die Lebensqualität komplett spüren. Eine Findung der Ursache gestaltet sich jedoch sehr schwer und sie ist nicht klar definiert. Kinder zeigen sehr oft andere Symptome als Erwachsene, was eine Behandlung, mit einem ausgewiesenem Spezialisten auf dem Gebiet, fordert. Dies wird mit einem Kinder- oder Jugendarzt umgesetzt, bis sie 18 geworden sind. Ein Gastroenterologe, oder ein Facharzt, auf dem Gebiet, therapiert die Patienten nach diesem Alter, was normal ist.

Jedes Jahr steigt die Zahl der Patienten an, sodass über 1000 neue kommen, die minderjährig sind. Dabei sind 85 % unter 15. In Deutschland sind, von den ungefähr 320000 erkrankten, ungefähr 37000 Jugendliche und Kinder, die entweder an einer Colitis ulcerosa, oder an einem Morbus Crohn erkrankt, sind, was über 10% der Betroffenen ausmacht. Die Ursachen, bzw. Ursache von Morbus Crohn ist bislang relativ unbekannt. Genetische Faktoren können ausschlaggebend sein, weil in einzelnen Familien die Krankheit häufiger aufkommen kann. Die genetische Übertragung ist relativ verbreitet, sodass bei Verwandten ersten Grades, ein Risiko besteht, dass bis zu dreißig Mal höher ist, als bei der anderen Bevölkerung. Auch Zwillinge sind davon sehr oft betroffen (der genetischen Vorgeschichte).

Wenn einer der Zwillinge Morbus Crohn bekommt, hat die/der andere sogar eine 85%-iges Risiko auch zu erkranken. Auch bei dieser Krankheit kann die Umwelt eine wichtige Rolle spielen, sodass Menschen in industriellen Ländern, oder überhaupt, Stadtbewohner mehr erkranken.

Dieser Risikofaktor konnte jedoch bislang nicht ganz nachgewiesen werden. In diesen Ländern und Umgebungen haben Forscher einen häufigeren Defekt des Immunsystems entdeckt, wobei die strengeren Hygienemaßnahmen hier ausschlaggebend sein können und die Regulation des Immunsystems gestört ist. Umgangssprachlich heißt das, dass Dorfbewohner einer etwas gesünderes Leben haben und sie resistenter gegen verschiedene Keime, Bakterien und sonstiges sind, und meist ein reguliertes Immunsystem haben.

Die Ernaehrung spielt hier auch eine wichtige Rolle, was man sehr lange geforscht hat, und speziellem beim Feinzuckerkonsum ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung höher. Dies haben Medizinforscher herausgefunden. Natürlich sind Alkohol, Rauchen und Stress potentielle Risikofaktoren. Säuglinge, die mindestens ein halbes Jahr, nach ihrer Geburt gestillt werden, haben ein niedrigeres Risiko an Morbus Crohn zu erkranken, oder die Krankheit kommt wesentlicher später zu Stande. Die Krankheit wird oft mit einer Entzündung des Blinddarms verwechselt.

Es können leider Monate, oder gar, Jahre bis man sie diagnostiziert hat. Mit einer Untersuchung per Ultraschall lässt sich oft rausstellen, worum es sich handelt. Dies ist sehr wichtig, weil auch andere Krankheiten die selben Symptome aufweisen, wie z.B. bei Salmonellenvergiftungen. Endoskopische Untersuchungen sind hier sehr hilfreich, wobei der Bauch , oder in manchen Fällen der Darm gespiegelt wird, und dabei werden Proben des Gewebe entnommen.

Die Kapselendoskopie ist besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr hilfreich. Dabei wird eine kleine Kapsel, mit  einer kleinen Kamera hineingeführt, um die Entzündung zu sehen. Dabei kann der Betroffene allen Aktivitäten normal nachgehen. Danach bewertet der Arzt die Bilder, mit einer speziellen Software. Diese Form der Untersuchung kann man derzeit auch bei der Analyse des Dickdarms betätigen.

Die Laboruntersuchung hat am Ende, natürlich auch eine sehr wichtige Funktion, um die gewonnen Daten, genaustens unter die Lupe zu nehmen.

Morbus Crohn (selten bei Kindern) Behandlung

Auch hier gilt dass eine zügige Erkennung der Krankheit und eine gute Therapie sie gut im Schacht halten können.

Dabei können die Patienten meist ein beschwerliches Leben führen und sehr oft alle Aktivitäten ausüben, die sie möchten. Allerdings, ist die Lebenserwartung bei den Betroffenen etwas geringer einzustufen als bei gesunden.    Eine komplette Therapie ist nicht möglich, weil die Ursache(n) nicht komplett bekannt ist/sind. Mit diversen Medikamenten kann man die Krankheit im Zaum halten und die Ruhephasen verlängern.

Eine spontane Besserung kommt bei etwa einem Viertel, bis sogar fast einem Drittel der Betroffenen, auch ohne Arzneien. Die Behandlung ist von der Lokalisierung der Krankheit abhängig, von den Medikamenten, die sich verschieden auswirken können der Intensität des Befalls und natürlich auch vom Patienten, und seiner Bereitschaft und Willen die Therapie vollends zu unterstützen und durchzuführen. Die Nahrung ist speziell bei Kindern sehr wichtig. Alle Maßnahmen, die der Arzt verschreibt, müssen eingehalten werden, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Dabei sind Nahrungsmittel, die reich an Vitaminen, Eiweißen und anderen wichtigen Nährstoffen sind, eminent wichtig.

Eine solche Therapie kann manchmal die Kortikosteroidentherpie ersetzen. Der Effekt kann der gleiche sein, das Abwehrsystem zu stärken. Eine normale Aufnahme von Nahrung, wird dann, je nach Auswirkung, nach ein paar Wochen, schrittweise, vom Arzt, eingeführt. Wenn die Krankheit akut aufkommt sind Kortisonpräparaten oft unabdingbar und müssen genommen werden. Sie sind extrem stark und ziehen Nebenwirkungen nach sich, wie: ein Wachstumshemmen, der Körper wird aufgebläht, das Kind nimmt an Gewicht zu usw. Andere Mittel die zu einer Bekämpfung der Entzündung gut sind, sind Aminosalicylsäuren, speziell die sogenannte 5-Aminosalicylsäure.

Es gibt auch das Medikament Azathioprin, dass manchmal mit einer Cortisontherapie kombiniert wird, die gut für schwerere Entzündungen geeignet sind. Wenn Fisteln und Abszesse aufkommen, können Antibiotika genommen werden, wobei auch dazu eine künstliche Ernaehrung, oder eine ausgewogene, zum Ausgleich dienen. Wenn das alles nichts hilft, muss ein operativer Eingriff gemacht werden. Dieser erfolgt durch ein Entnehmen des meist entzündeten, oder die meist entzündeten Teile des Darms. Nach dem Eingriff geht es dem Patienten oft wieder sehr schnell besser, was aber nichts heißen muss. Entzündungen können an anderen Stellen wieder aufkommen, was recht häufig passiert, sodass die Krankheit nie ganz geheilt werden kann. Manchmal legt der Chirurg durch die Bauchdecke einen Ausgang des Darms an (einen sogenannten Stoma). Schwerere Komplikationen, wie Eiteransammlungen (Abszesse), Verengungen des Darms (sogenannte) Stenosen, oder auch Fisteln, werden fast ausschliesslich operativ behandelt (chirurgischer Eingriff).