Morbus Bechterew

Morbus Bechterew Symptome

Steifheit, Schmerzen im unterem Bereich des Rückens, eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule, häufiger bei jungen Männern. Die Symptome können oft eine Weile dauern, weshalb sie, im frühem Stadium, nicht immer, erkennbar sind. Das typische Symptom sind, in der Lendenwirbelsäule, aufkommende, entzündliche Schmerzen.   Die Krankheit betrifft öfter jüngere, wobei , die Schmerzen im Rücken, vor dem 45 Lebensjahr, aufkommen. Sie beginnen langsam und dauern oft mehr als drei Monate. Diese Schmerzen haben ihr Maximum am Morgen weil die Wirbelsaeule steifer ist und sie verbessern sich beim Bewegen. 

Es sind, am Anfang, tief sitzende Schmerzen im Kreuz, weil die Entzündung, an der Verbindungsstelle, des Kreuzes, mit dem Becken, beginnt. Danach weiten sich, die Schmerzen, in der restlichen Wirbelsaeule, aus, worauf die Steifung beginnt. Dieser Prozess ist, vor allem, in den ersten dreißig Jahren, der Fall und verläuft meist schleichend.  
 
Die Symptome können unterschiedlich sein, wobei sie, manchmal, "nur" die Wirbelsäule betreffen. Die Schmerzen, die durch die Entzündung verursacht wurden, kommen dann, in Schüben. In anderen Fällen kommt eine Versteifung der Gelenke, der Wirbelsäule , die fortschreitet.  

 
Wenn sich die Erkrankung auf andere Organe und Gelenke ausweitet, kommen diese Beschwerden zum Vorschein, und zwar: bei vier von zehn Fällen kommt eine Arthritis in den Gelenken und Gliedmassen vor, wobei die Knie, Hüften und Schultern, entzündet werden und schmerzen. Speziell sind, in jungen Jahren, die Hüften anfällig.                  Bei zwei, bis drei, von zehn Fällen, entzünden sich die Sehnen, Schleimbeutel, und das Gleitgewebe der Sehnen. Dabei können die Fersen empfindlich auf Druck reagieren, wobei ein sogenannter Fersensporn aufkommt.  
 
In ganz extremen Fällen kann es, auch, zu einer Invalidität, kommen. Dies passiert, jedoch sehr selten, sodass die meisten,ihren normalen Abläufen, nachgehen können. Eine Einschränkung des beruflichen Lebens, oder sonstigem, ist meist nicht der Fall.  
 
Bei etwa dreißig bis fünfzig Prozent sind die Beschwerden gerötete Augen, Empfindlichkeit bei Licht, und diverse Schmerzen. Durch die Entzündung der Vorderkammer der Augen, und der Regenbogenhaut, kann sich das Sehen einschränken. Diese Symptome können sich mehrmals wiederholen.  
 
Es können auch ungewöhnliche Symptome aufkommen, wobei das Herz belastet wird. Zum Beispiel, kann die Hauptschlagader (Aorta) entzündet werden, oder es kann zu einer sogenannten Aorteninsuffizienz (Fehlern der Aortenklappe) kommen. Eine Herzrhythmusstörung kann auch passieren, wobei diese, sich durch Herzrasen und diverse Störungen der sogenannten Reizleitung, manifestiert. Diese sind, aber, sehr oft, nicht gefährlich.  
 
Wenn, bei der Erkrankung, der Dickdarm betroffen ist, kann es auch zum Durchfall kommen. Dies ist aber selten der Fall (ein Aufkommen von Coltis ulcerosa). Ganz selten kann die Krankheit, eine leichte Fibrose der Lungen, auslösen.                                                 



Diagnose mit ähnlichen Symptomen gehören die folgenden:
Syringomyelie
Neurologische Schäden
Bandscheibenvorfall
Spinalkanalstenose
Osteoarthritis

Was ist Morbus Bechterew

Eine Arthritis, die die Wirbelsaeule betrifft. Die Morbus Bechterew ist eine chronische Erkrankung, wobei sie entzündlich verläuft. Eine rheumatische Krankheit ist sie, noch dazu, und gehört zu den Autoimmunerkrankungen. In der Fachsprache nennen sie Mediziner auch Spondylitis ankylosans, oder, auch, als ankyliesierende Spondylitis. Die chronische Entzündung entsteht hier, weil sich, das eigene Immunsystem, gegen den Körper (das Gewebe) richtet, und deshalb wird es als autoimmun bezeichnet. 
     
 
Die Krankheit kann, neben der Wirbelsäule, auch, die Augen (deren Regenbogenhaut) betreffen, oder die Sehnen (und deren Ansätze), oder, manchmal auch, die Gelenke, Arme, oder Beine. Selten sind auch die Organe betroffen. Oft ist es die Wirbelsäule, die, durch eine chronische Entzündung, sich versteift. Deshalb wird die Krankheit auch als Spondylitis ankylosans bezeichnet, weil Spondylitis, Entzündung der Wirbelsäule, heißt; und ankylosans versteifen bedeutet.  
 
Es ist eine rheumatische Krankheit, aber, im Blut der betroffenen Person, sind Rheumafaktoren, nicht nachzuweisen. Dies gilt auch für andere Krankheiten, die selbe Symptome aufweisen und rheumatisch sind, wie eine Arthritis der Gelenke und/oder Gliedmassen, oder eine entzündliche Rückenschmerzen, die chronisch verlaufen. Deshalb nennen, solche Erkrankungen, Mediziner, als sogenannte seronegative Spondylarthropatien, oder, gar, als Spondylarthritiden. Bei jeder solchen Krankheit ist ein besonderes Merkmal, erblicher Natur, nachzuweisen/aufzuweisen.  
 
Neben, eben jener, Morbus Bechterew, gibt es noch andere Krankheiten, die man zu dieser Gruppe zählen kann, wie:  
 
 - die reaktive Arthritis (diese wird durch eine bakterielle Infektion des Magen-Darm-Traktes verursacht; oder der ableitenden Harnwege-durch Salmonellen, Chlamydien),   - die Spondylitis, oder Arthritis (deren Ursachen sind entzündliche Erkrankungen des Darms, zum Beispiel Morbus Crohn),                                                                 - - - die Arthritis, oder Spondylitis (die bei einer Schuppenflechte aufkommt). 
 
Meistens kommt die Krankheit bei Menschen von 15 bis 35 auf, wobei, bei etwa 5 %,  der Betroffenen die unter Rückenschmerzen leiden, ein Morbus Bechterew, die Ursache ist.Die Häufigkeit der Erkrankung liegt, in etwa, bei etwa 0,1 bis 0,9 % der Bevölkerung. Das heißt also das sie,glücklicherweise, nicht sehr häufig vorkommt, und bei etwa ein paar Hundert, bis sogar, fast eintausend Menschen, einer unter Spondylitis ankylosans leidet.  
 
Die Ursache der Krankheit liegt in einer Fehlfunktion des Immunsystems, der betroffenen Person. Dabei reagiert es krankhaft (bzw. gegen sich), was eine Entzündung, chronischer Natur hervorruft. Dabei ist die genetische Komponente sehr wichtig und, auch, Einflüsse der Umwelt, die in Kombination auftreten können, oder sich, sozusagen, abwechseln.  Dabei ist, wie schon vorher erwähnt, meist die Wirbelsäule betroffen. 

Betroffene haben ein besonderes erbliches Merkmal, was als HLA-B27, bezeichnet wird. Dieses spezielle Merkmal haben, ungefähr, 95 % der Betroffenen. Bei jedem zwölftem, oder dreizehntem Menschen, kommt diese Besonderheit auch vor, aber sie ist nicht so ausgeprägt, wie bei Morbus Bechterew Patienten. Daraus schließen Mediziner dass ein erblicher Faktor eine gewiße Rolle spielt, der, in Kombination, mit anderen Erbfaktoren, einen Morbus Bechterew, auslosen können. Forscher nehmen an dass diese anderen Faktoren, durch das HLA-B27, ausgelöst werden, und so die Krankheit, auslösen. Dieser Faktor ist ein wichtiges, spezielles Molekül, welches, für die Abwehr von Infektionen, sehr wichtig ist. Dazu spielt es eine wichtige Rolle für das Immunsystem, damit es unterscheiden kann, was "fremd" und was "eigen" ist. Diese Moleküle bleiben immer gleich und sind dreidimensional. So können sie bestimmte Bakterien (speziell Erreger von Durchfall, oder Entzündungen der Harnteile) gut einschließen, Somit werden diese Erreger gut, vom Immunsystem, bzw. deren Abwehrfunktion (sogenannte T-Lymphozyten), gut erkannt. Diese Bakterien können aber nicht effektiv eliminiert werden, was, Entzündungen, nach sich zieht. Solch ein Vorgang kann den Morbus Bechterew auslösen.  

 
Die chronische Entzündung führt, nach einer gewißen Zeit, zu einer Zerstörung der Gelenke, die betroffen sind. Dazu kommt es zur Verknöcherung der weichen Teile, die sich, zwischen den Wirbelkoerpern, befinden.   
 
Ein entzündlicher Kreuzschmerz ist ein sehr wichtiger Anhaltspunkt, damit die Diagnose gestellt werden kann. Dieses Merkmal ist sehr typisch für entzündlich-rheumatische Krankheiten, nicht nur bei Morbus Bechterew. Dazu kann es noch zu Entzündungen der Regenbogenhaut und/oder der Regenbogenhaut kommen. Diese Hinweise bestätigen die Diagnose Morbus Bechterew, zusätzlich, oder sind, zumindest eine Bestätigung des Verdachts.  
 
Es ist, vor allem, wichtig die Entzündungen, zwischen dem Kreuzbein und Becken, nachzuweisen. Dabei führt der Arzt, das sogenannte menellsche Zeichen, durch. Bei diesem Vorgang hält er das Kreuzbein mit seiner Hand, wobei er das Becken, durch eine Überstreckung, gegenüber dem Kreuzbein, bewegt. Wenn dieser Test schmerzhaft verläuft, kann er so manchmal, eine Spondylitis ankylsosans, diagnostizieren.  
 
Erst später kommen die Anzeichen einer Versteifung, oder, gar, Verkrümmung, der Wirbelsaeule. Diese Beschwerden können, aber auch, bei anderen Erkrankungen der Wirbelsaeule, auftreten. Das heißt also dass es nicht immer eine Spondylitis ankylosans-Morbus Bechterew, sein muss. Deshalb ist diese Methode nicht immer wirksam, weshalb sie, sehr oft, als Diagnosebefund, ausgeschlossen wird.   
 
Bei neun von zehn Fällen ist die Krankheit mild ausgeprägt, sodass sie, nach vierzig Jahren der Erkrankung, kein Hilfe in Anspruch nehmen müssen. In manchen Fällen bleibt die Krankheit komplett unbemerkt. 

                 

Morbus Bechterew Behandlung

Zunächst ist es, bei der Therapie, wichtig, die Schmerzen zu lindern und die Wirbelsaeule, wieder in Bewegung zu bringen. Dabei ist eine Physiotherapie, als Krankengymnastik, sehr wichtig, und diese kommt als erste zum Vorschein. Das zweite Heilungsmittel sind Arzneimittel.  
Wie bei jeder Behandlung, die lange dauert, ist es extrem wichtig, dass sie kontinuierlich betrieben werden soll. Die physikale Therapie sollte mehrmals in der Woche gemacht werden, natürlich unter einer (sport)medizinischen Anleitung. Diese Form der Therapie sollte dann auch, zu Hause, alleine, durchgeführt werden, wenn es, natürlich, der Arzt verschrieben hat. Eine stationäre Behandlung, in einer speziellen Rheumaklinik, kann, ebenfalls, wenn nötig, durchgeführt werden.  


Bei der medikamentösen Therapie sind Antirheumatika, die ohne Steroide sind, ein gutes Mittel zur Schmerzlinderung. Dabei können Mittel wie Indometacin, oder Diclofenac, eingenommen werden. Auch eine Kortison-Therapie kann helfen, wobei das Medikament Prednison, sehr wirksam sein kann. Es gehört zu den Glukokortikoiden. Dazu werden Arzneien, wie Methotrexat, oder Sulfasalazin, verschrieben, die zur Basistherapie gehören, und den Verlauf, der Erkrankung, mindern sollen.  
Wenn die Krankheit sich schnell ausweitet, sollten, zusätzlich,Medikamente eingenommen werden, die eine Entzündung hemmen. Dabei ist das Präparat Golimumab sehr gut, was den sogenannten TNF-alpha (ein Botenstoff, der die Entzündung fördert), vermindert. Dieses Medikament ist relativ neu und biologisch wertvoll, weil es die Aktivität(en), der Krankheit hemmt und so eine Verzögerung, oder, gar, Verhinderung, der Ausweitung, möglich machen kann.  

Ein operativer Eingriff ist selten der Fall. Nur wenn die Hüfte, bzw. deren Gelenk, entzündet/beschädigt ist, ist ein künstliches Hüftgelenk, irgendwann, von Nöten. Also, nur wenn auch die Hüfte mitbetroffen ist, verursacht durch die Spondylitis ankylosans, kann eine Operation durchgeführt werden.  
Am Ende, ist es noch wichtig anzumerken, dass die Patienten, während einer Therapie, mit Medikamenten, kein Blut spenden dürfen. Dies gilt, besonders, bei Therapien mit Kortison, oder dem sogenanntem NSAR (entzündungshemmende Mittel). Auch wenn akute Schübe aufkommen, bzw., wenn die Symptome stark sind, darf, ebenfalls, kein Blut gespendet werden.   

Ein Vorbeugen der Erkrankung, ist, in einem großem Maße, nicht zu bewerkstelligen. Für die Rückenmuskulatur sind Gymnastikübungen, welche, der Beweglichkeit der Wirbelsaeule, dienen, und bei gezieltem Einsetzen, die Muskulatur stärken. Wenn sie regelmaessig und konsequent durchgeführt werden, kann eine Versteifung, zumindest, verzögert werden.